Neues Panzerbataillon - neuer Pfarrer

Neues Panzerbataillon - neuer Pfarrer

  • Evangelische Militärseelsorge
  • Gottesdienst
Datum:
Ort:
Hardheim

Am Bundeswehrstandort Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) wurde ein neues evangelisches Militärpfarramt eingerichtet, weil das neu aufgestellte Panzerbataillon 363 seelsorgerliche Begleitung braucht. „Die Soldaten werden mit Ihnen einen profilierten und erfahrenen Seelsorger an ihrer Seite haben“, sagte der Leitende Militärdekan Ralf Zielinski (München) bei der Amtseinführung des Militärpfarrers Bernhard Schaber-Laudien.

Einsegnung des neuen Militärpfarrers

Militärpfarrer Bernhard Schaber-Laudien wird eingesegnet

Militärseelsorge/Janne Laudien

Tatsächlich bringt der neue Pfarrer bemerkenswerte Talente mit. In jungen Jahren war er Referent eines christlichen Jugendverbandes und hat ein Diakonisches Jahr in einem Freizeitheim absolviert. Sein Theologiestudium führte ihn nach Tübingen und Straßburg. Sein Vikariat machte er in Eningen bei Reutlingen und wurde folgend Pfarrer in Backnang, Frommern bei Balingen und Ofterdingen bei Tübingen - eine pfarramtliche Erfahrung von über 20 Jahren. Die wird er als Leiter des evangelischen Militärpfarramts in der Carl-Schurz-Kaserne gut einsetzen können, denn die Herausforderungen für einen Seelsorger im Militär sind hoch. Er sei überzeugt, dass die tiefe Verwurzelung im Glauben dabei helfen werde, so Zielinski dem Pfarrer: „Er spendet Mut zum Leben und vermittelt den Wert des durch diesen Mut stark gemachten Lebens.“

In seiner Predigt zeigte Schaber-Laudien, dass seine Theologie biblisch tief gegründet ist: Die Herrnhuter Losungen seien Leuchtzeichen und Wege, die Tag für Tag neuen Mut und Kraft spenden könnten. Im Alltag der Kaserne gehe es darum, sich auf neue Wege einzulassen und diese zu gehen, selbst wenn sie einmal länger andauerten. Als passionierter Marathonläufer muss das für den 50-Jährigen eine Lebenserfahrung sein, die er nun mit Soldatinnen und Soldaten teilen wird, auch mit denen, die er in Auslandseinsätzen oder in der Walldürner Nibelungenkaserne betreut.

Gemeinsam mit seiner Frau Veronika Laudien hat der Militärpfarrer vier Kinder.
 
Bei einem anschließenden Empfang in der Carl-Schurz-Kaserne, der  - wie schon der Gottesdienst - krankheitsbedingt ohne den Evangelischen Militärbischof Sigurd Rink (Berlin) stattfinden musste, hießen Oberstleutnant Alexander Brundisch, Bürgermeister Volker Rohm und die in Walldürn wirkende katholische Pastoralassistentin Monika Hansmann Schaber-Laudien am Standort willkommen.


von Roger Töpelmann