Feldgottesdienst an der ITInformationstechnik-Schule zum Gabrielstag

Feldgottesdienst an der ITInformationstechnik-Schule zum Gabrielstag

  • Gottesdienst
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Mittenwald
Lesedauer:
2 MIN
Die Militärpfarrer Markus Linde, Mirko Webler und Stefan Bauhofer (von links) beim Feldgottesdienst in Pöcking

Die Militärpfarrer Markus Linde, Mirko Webler und Stefan Bauhofer (von links) beim Feldgottesdienst in Pöcking

Nicole Wichelmann / Bundeswehr

Einen Gottesdienst zu Beginn des Gabrielstages feierte die Schule Informationstechnik der Bundeswehr (ITSBw) Ende September in Pöcking am Starnberger See. Der Erzengel Gabriel gilt als Schutzpatron der Fernmelder, da es seine Aufgabe in der Bibel ist, Botschaften an die richtigen Adressaten auszurichten. Diese Aufgabe übernehmen in der komplexen und digitalen Welt der Bundeswehr die ITInformationstechnik-Spezialisten. Sie werden an den Standorten Pöcking, Feldafing und Lagerlechfeld ausgebildet und kehren dann zurück in ihre Verbände und Einheiten.

In Gegenwart des Schulkommandeurs Brigadegeneral Rainer Simon sowie weiterer Angehöriger der Schule, Lehrgangsteilnehmer und Gäste gestalteten gleich drei Militärpfarrer den Festgottesdienst. Der evangelische Militärpfarrer Markus Linde aus Mittenwald hat die ITInformationstechnik-Schule in seinem Seelsorgebereich. Daher bereitete er den Gottesdienst vor. Militärpfarrer Stefan Bauhofer aus Füssen kam als Vertretung des katholischen Militärpfarrers Dr. Sylwester Walocha, der sich noch im Einsatz befand. Last but not least: Militärpfarrer Mirko Webler aus Untermeitingen gestaltete den Gottesdienst mit als evangelischer Militärpfarrer der ITInformationstechnik-Schule im Bereich des Lechfelds.

Neben der Auffrischung des Wissens über den Erzengel Gabriel ging es im Gottesdienst um die Dinge im Leben von uns Menschen, die uns gelingen. Manchmal geht auch etwas schief oder das Leben insgesamt gerät in eine Schieflage. Im Vertrauen auf Gott können wir Menschen entscheiden, was wir geraderücken möchten und was auch gerne schief bleiben darf. Als Beispiel dafür diente die Entstehungsgeschichte des „Schiefen Turms von Pisa“. Die Bauleute im Mittelalter haben ihn nicht leichtfertig gebaut. Zwischendurch haben sie sogar eine kreative Baupause von 100 Jahren eingelegt, um den Turm dann 1372 zu beenden. Entstanden ist damals das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt.

Nach dem Gottesdienst fand der klassische Gabrielslauf statt. Während des anschließenden Appells wurden die Lehrgangsteilnehmer mit den besten Abschlüssen ausgezeichnet. In diesem Rahmen erinnerte Barbara Fellgiebel, die Enkelin des Namensgebers der Kaserne, an ihren Großvater General Erich Fellgiebel. Er war der Befehlshaber der Nachrichtentruppe der Wehrmacht und aktiv im Widerstand gegen Adolf Hitler. Als einer der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 wurde er zum Tode verurteilt und im September 1944 hingerichtet.

von Markus Linde