Rüstzeit

Mit Gottvertrauen durch die Welt

Mit Gottvertrauen durch die Welt

  • Rüstzeit
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Rheine
Lesedauer:
1 MIN

Die unter dem Motto „Mit Gottvertrauen durch die Welt“ stehende Rüstzeit führte 25 Soldatinnen und Soldaten der 3./Sanitätsregiment 4 aus Rheine-Bentlage vom 22. bis 28. August 2022 auf die Ebernburg nach Bad Kreuznach.

Eindrücke einer gelungenen Rüstzeit mit Sanitätssoldatinnen und -soldaten aus Rheine

Eindrücke einer gelungenen Rüstzeit mit Sanitätssoldatinnen und -soldaten aus Rheine

Bernd Schneider / Militärseelsorge

Ab 1338 wurde die Ebernburg erbaut – seit 1448 war sie Kurpfälzer Lehen der Herren von Sickingen und damit auch Geburtsort und Stammsitz des berühmten Reichsritters Franz von Sickingen (1481 – 1523). Dieser bot in seiner „Herberge der Gerechtigkeit“ zahlreichen verfolgten Reformatoren und Humanisten Schutz, darunter so bedeutenden Persönlichkeiten wie Ulrich von Hutten und Martin Bucer. Bereits 1522 wurde in der Bergkapelle erstmals der Gottesdienst in deutscher Sprache und nach lutherischer Liturgie gefeiert.

Heute ist sie eine evangelische Familienferien- und Bildungsstätte. Die Sicht aus den gemütlichen Burgzimmern erlaubt einen weiten Blick über das Land.

Das Rüstzeit- und Gesprächsthema wurde gleichsam praktisch veranschaulicht durch Tagesausflüge zum einen zur Hängebrücke Geierlay, die sich bei 360 m Länge und 100 m Höhe über das Mörsbacher Tal schwingt. Überquerung und Rückweg verlangten mindestens menschliches Vertrauen und Stärke.

Die Fahrt nach Mainz zur Besichtigung des Mainzer Doms und der Chagallfenster in St. Stephan gaben kund vom Gottvertrauen ganzer Generationen, auch in schweren Zeiten.

Der abschließende Besuch im Besucherbergwerk Schmittenstollen verdeutlichte bei der Begehung in engen und nicht vollkommen erhellten Stollen nochmals sehr eindrücklich, das Vertrauen essenziell ist. Aufgrund des Empfindens im Bergwerk bekam das aus der Welt der Bergleute stammende Sprichwort „Licht am Ende des Tunnels“ seinen ganz eigenen Gehalt.

Die Andachten – an den jeweiligen Orten gehalten – wurden gern angenommen.

Mit den gesammelten Eindrücken aus einer gelungenen Rüstzeit trat man die Rückreise in den Standort an.

(Der Autor – Herbert Kampmann – ist Militärgeistlicher im Nebenamt für Rheine.)

von Herbert Kampmann