Historischer Tag für die Militärseelsorge

Historischer Tag für die Militärseelsorge

  • Jüdische Militärseelsorge
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
1 MIN

Im Juli besuchten der Militärrabbiner Zsolt Balla und die Leiterin des Militärrabbinats, Frau Prof. Dr. Angelika Günzel, mit Lehrgangsteilnehmern der israelischen Streitkräfte das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau.

jüdische, evangelische und katholische Vertreter der Militärseelsorge

Erstmals treffen jüdische, evangelische und katholische Vertreter der Militärseelsorge im Dienstalltag der Bundeswehr aufeinander

Militärseelsorge

Im Rahmen eines Lehrgangsbesuchs der israelischen Streitkräfte beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 (TaktLwG 74) in Neuburg an der Donau kam es zu einer denkwürdigen Begegnung zwischen dem jüngst erst offiziell eingeführten ersten Militärrabbiner für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, Rabbi Zsolt Balla, der Leiterin des Militärrabbinats, Frau Prof. Dr. Angelika Günzel, und den örtlichen Vertretern der evangelischen und katholischen Militärseelsorge, Militärpfarrer Gunther Wiendl (evangelisch) und Militärpfarrer Frank Schneider (katholisch). Denkwürdig deswegen, weil es die erste offizielle Begegnung, um nicht zu sagen: Amtshandlung nach der Amtseinführung als Militärrabbiner war.

Insofern ist mit dem heutigen Tag zumindest für die Militärseelsorge ein besonderes Kapitel der Geschichte geschrieben worden. Dank der Initiative des Kommodore des TaktLwG 74, Oberst Gordon Schnitger, war dieses Zusammentreffen möglich geworden, welches in zwangloser, herzlicher, gar freundschaftlich empfundener Atmosphäre stattfand und bei einem Mittagessen Ansätze eines fachlichen Austausches über den Dienst der Militärseelsorge in den Standorten möglich machte und sogar schon Wegmarken der Zusammenarbeit von jüdischer, evangelischer und katholischer Militärseelsorge gedanklich abgesteckt werden konnten.

Bei der kurzweiligen Begegnung, an die sich die Weiterfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Dachau anschloss, tauschten die Vertreter der Militärseelsorge die Absicht aus, in Kontakt und im Gespräch zu bleiben und verliehen ihrer Freude Ausdruck, bei künftigen Gelegenheiten das Vorhaben einer guten Zusammenarbeit in die Praxis umsetzen zu können.

von Frank Schneider