Heiß die Segel!

Heiß die Segel!

  • Rüstzeit
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Wilhelmshaven
Lesedauer:
2 MIN
Unterwegs auf dem Segelkutter

Unterwegs auf dem Segelkutter

Birgit Voß und Gerold Redemann/Militärseelsorge

Zwar nicht mit dem Kommando „Heiß die Segel!“, wohl aber unter Segeln: Am 7. und am 21. August verließen jeweils 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Tagesrüstzeit der Evangelischen Militärseelsorge Wilhelmshaven den festen Boden unter den Füßen und stachen mit dem Segelkutter „Gebrüder“ von Harlesiel/Carolinensiel aus in die Nordsee. „Schiffchef“ war Hartwig Meppen mit seinen vier Mitstreitern, die sichtlich Spaß und Freude an der Seefahrt hatten.

Zunächst fuhr der Kutter gemütlich die Harle hinauf bis zur Schleuseneinfahrt. Deren Durchfahrt war bereits das erste Highlight auf dieser Tour, bis die Nordsee erreicht war. Hier ging es dann bei bestem Wetter zu den Seehundbänken auf Spiekeroog. „Da liegen sie!“, so der Kutterführer, der so nah wie möglich an die sich sonnenden Tiere heranfuhr.

Dann hieß es: Segel hoch und Motor aus! Die fast atemberaubend herrliche Stille, nur das Rauschen von Wind und Wellen schufen einen romantischen Seefahrtsmoment. In diesen fiel dann auch eine kurze Andacht von Militärpfarrer Kai Kleina, unterstützt durch Pfarrhelferin Birgit Voß sowie Pfarrhelfer Gerold Redemann. Nach dem Vaterunser und Segen flogen die zuvor beschrifteten „Seelensteine“ über Bord und liegen seitdem auf dem Meeresboden. „Wir werfen Gott unsere Anliegen buchstäblich vor die Füße“, so Kleina.

Als letzter Höhepunkt wurde das Grundschleppnetz für kurze Zeit ausgeworfen. Der Fang in der nächsten Viertelstunde war so groß, dass die Crew das Netz kaum an Bord bekam. Für alle Teilnehmer, vor allem aber die Kinder, war das Staunen groß: Krebse, Muscheln, kleine Fische – alles konnte begutachtet, fotografiert und anschließend lebend wieder in die Freiheit zurück entlassen werden.

Nach einem rund fünfstündigen Törn wurde dann die Fahrt zurück nach Harlesiel angetreten – am 7. August begleitet von einem kurzen, aber heftigen Gewitterschauer. „So sind wir alle auch noch getauft!“, scherzte einer der Teilnehmer. Aber auch dieses Wetterereignis ließ keinen Zweifel daran, dass alle mit viel Lachen, Erleben und Freude den Kutter wieder verließen.

von Birgit Voß und  Gerold Redemann

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Tagesrüstzeit auf dem Segelkutter