Abschied

Abschied

  • Evangelische Militärseelsorge
  • Militärbischof
Datum:
Ort:
Berlin

Sigurd Rink, der erste hauptamtliche Bischof für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr, ist am 14. Juli 2020 turnusgemäß aus dem Leitungsamt der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr ausgeschieden. Am 22. Juli wurde Rink in der St. Louis-Kirche der Julius-Leber-Kaserne in Berlin offiziell aus seinem Amt verabschiedet.

Entpflichtung des Bischofs

Entpflichtung des Bischofs

Militärseelsorge / Walter Linkmann

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, würdigte das Wirken Rinks in einer Ansprache: „Sechs Jahre lang haben Sie als erster hauptamtlicher Bischof für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr gewirkt. Es brauchte Mut, dieses Amt in neuer Konstellation zu übernehmen. Teilweise musste es regelrecht neu erfunden werden.“ Dieser großen Herausforderung habe er sich bewusst und klar gestellt, so Kurschus weiter: „Dafür gebühren Ihnen Anerkennung, Respekt und ehrlicher Dank.“ Sein Amtsverständnis sei dabei immer klar gewesen: „Mit drei Worten haben Sie, lieber Bruder Rink, selbst beschrieben, wie Sie Ihren Auftrag verstehen. Diese drei Worte sind so etwas wie Ihr Leitmotto in der Ausübung des Amtes geworden: Ordinieren. Visitieren. Orientieren“, sagte die leitende Geistliche und sprach ihm schließlich den Dank der EKD für dieses Wirken aus.

„Geschick und Schicksal“

Nach dem Gottesdienst dankte Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer für das persönliche Engagement des scheidenden Bischofs und den Dienst aller Militärseelsorger in der Bundeswehr. Dem Dank schloss sich Rinks katholischer Partner Militärbischof Franz-Josef Overbeck an und betonte die besondere Bedeutung der Ökumene – gerade in diesem Arbeitsfeld: „Wir werden gemeinsam wahrgenommen; das Geschick des einen ist das Schicksal des anderen.“

Der Bischof für die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr ist für die seelsorgerliche Begleitung von derzeit über 180.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zuständig und teilt sich die Aufgabe mit dem Katholischen Militärbischof. Zudem beschloss der Bundestag am 28. Mai, dass die Bundeswehr noch in diesem Jahr jüdische Militärseelsorger bekommt.


von Annika Lukas; Walter Linkmann

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