Präventivangebot im Kloster Frenswegen

Präventivangebot im Kloster Frenswegen

  • Rüstzeit
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Leer
Lesedauer:
2 MIN
Militärpfarrerin Ulrike Fendler leitete eine Rüstzeit für deutsche Unterstützende des portugiesischen Gesundheitswesens

Unter Leitung von Militärpfarrerin Ulrike Fendler fand eine Rüstzeit für deutsche Unterstützende des portugiesischen Gesundheitswesens statt

Michael Fischer/BwZK Koblenz

Im Bereich ASEMDas Arbeitsfeld Seelsorge für unter Einsatz- und Dienstfolgen leidende Menschen („Arbeitsfeld Seelsorge für unter Einsatz- und Dienstfolgen leidende Menschen“) der Evangelischen Militärseesorge fand eine Rüstzeit mit einem etwas anderen Schwerpunkt statt.

Diesmal ging es nicht um bereits erkrankte Menschen, die – an welcher Art von Einsatzfolgen auch immer – leiden. Vielmehr standen bei dieser dreitägigen Veranstaltung 15 Soldaten und Soldatinnen im Fokus, die einige Monate zuvor in Portugal während der dortigen schweren Corona-Krise das Gesundheitswesen sanitätsdienstlich unterstützt haben.

Damals bat die portugiesische Regierung Deutschland um zeitnahe sanitätsdienstliche Unterstützung im Kampf gegen das Corona-Virus.

Innerhalb weniger Tage wurden daraufhin Ärzte, Sanitäter und anderes medizinisches Personal der Bundeswehr unter Führung des KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst („Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst“) Ostfriesland aus ganz Deutschland zusammengerufen und in nur wenigen Tagen auf diesen besonderen Einsatz vorbereitet. Es war ein herausfordernder Auftrag, denn die Arbeitsbedingungen in Portugal waren nur grob beschrieben, die Inzidenzzahlen vor Ort auf sehr hohem Niveau und die Soldaten zu einem großen Teil erst direkt vor diesem Einsatz zum ersten Mal geimpft.

Während des dreiwöchigen Aufenthaltes in Lissabon hatten die Soldaten kaum Gelegenheit, sich zu entspannen oder über ihre Aufgaben nachzudenken. Und nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurden sie in ihren Heimatorten direkt in Quarantäne geschickt. Eine gemeinsame Betrachtung des Geleisteten und Erlebten konnte so nicht stattfinden.

Aus diesem Grunde wuchs die Idee und entstand das Angebot der Leiterin des Evangelischen Militärpfarramts Leer, eine etwas andere ASEMDas Arbeitsfeld Seelsorge für unter Einsatz- und Dienstfolgen leidende Menschen-Maßnahme anzubieten:

Die Soldaten sollten Gelegenheit haben, in geschützter Atmosphäre bei Gruppen- und Einzelgesprächen das Erlebte zu reflektieren. Militärpfarrerin Ulrike Fendler (KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst Ostfriesland und BwK Westerstede), die die Leitung dieser Rüstzeit hatte, und der Psychologe Oberregierungsrat Ali Mirheli (BwK Westerstede) haben Räume geöffnet, damit auch bisher Ungesagtes und Belastendes in Gruppen- und Einzelgesprächen ausgesprochen und beleuchtet werden konnte.

Es war eine ASEMDas Arbeitsfeld Seelsorge für unter Einsatz- und Dienstfolgen leidende Menschen-Maßnahme, die entlastend und präventiv gewirkt hat. Die Soldaten waren in hohem Maße dankbar für dieses etwas andere Angebot der Evangelischen Militärseelsorge.

von Ulrike Fendler