Friedenslicht aus Bethlehem in Afghanistan übergeben

Friedenslicht aus Bethlehem in Afghanistan übergeben

  • Katholische Militärseelsorge
  • Einsatz
Datum:
Ort:
Afghanistan
Das Friedenslicht aus Bethlehem auf einem Tisch, dahinter im Fenster ein Flugzeug

Das Friedenslicht aus Bethlehem

Bundeswehr/Stephan Ink

„Frieden überwindet Grenzen“

Mit einem Friedensimpuls wurde das Friedenslicht aus Bethlehem von der aktion kaserne des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und den Ringen deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände (RdP) an die Militärseelsorge auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn übergeben. Das Friedenslicht wurde von dort an die Soldatinnen und Soldaten im Inland und mit Hilfe der Luftwaffe auch an die Einsatzsoldaten in Afghanistan weitergegeben, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen.

Übergabe des Friedenslichtes im Terminal des militärischen Teils des Flughafens Köln-Bonn

Übergabe des Friedenslichtes im Terminal des militärischen Teils des Flughafens Köln-Bonn

Bundeswehr/Stephan Ink

Friedenslicht für Soldatinnen und Soldaten

Die Friedenslichtaktion unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen“ wurde auf die Corona-Pandemie angepasst. Militärdekan Heinrich Kramer nahm das Licht für die Militärseelsorge offiziell in Empfang. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, wie er mit den Soldatinnen und Soldaten, die er im Einsatz begleitete, das Friedenslicht in Empfang nehmen konnte: „Dieses, in der Geburtsgrotte Jesu entzündete und von vielen Menschen in alle Welt getragene Licht, ist ein wunderbares Zeichen des Friedens und der menschlichen Nähe, das von den Soldatinnen und Soldaten verstanden und ins Herz geschlossen wird.“

Frieden ist zerbrechlich

„Gerade in Zeiten wie diesen ist das Friedenslicht als Zeichen der Verbundenheit besonders wichtig, denn das Coronavirus, hat uns aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist. Aber durch besonnenes Handeln und Zuversicht können wir gemeinsam Grenzen überwinden“, verdeutlichten Matthias Feldmann, Bundeskurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und Ylva Pössinger von der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), die das Friedenslicht an die Militärseelsorge am Standort Köln-Wahn übergaben.

„Das Licht verbindet uns“

„Wir Pfadfinder und Pfadfinderinnen wollen gerade in diesem Jahr mit der Weitergabe des Friedenslichtes an alle Menschen guten Willens ein kleines Stück Frieden nach Hause bringen. Das Licht verbindet uns – auch mit Abstand – miteinander“, betont Christian Schnaubelt, Pressesprecher des RdP Nordrhein-Westfalen (NRWNordrhein-Westfalen). Allein in NRWNordrhein-Westfalen beteiligen sich in jedem Jahr rund 15.000 Pfadfinder und Pfadfinderinnen an der Weitergabe des Friedenslichtes, welches auch im Landtag NRWNordrhein-Westfalen und in der Staatskanzlei NRWNordrhein-Westfalen leuchten wird.

Eine Kerze wird am Friedenslicht aus Bethlehem entzündet

Das Friedenslicht aus Bethlehem wird weitergegeben

Bundeswehr/Stephan Ink

Luftwaffe bringt das Friedenslicht nach Afghanistan

Auch der anwesende Vertreter der Luftwaffe, Generalmajor Bernhardt Schlaak, betonte die große Bedeutung des Friedenslichtes für die Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland. „Das Friedenslicht strahlt Zuversicht aus, mit dieser Zuversicht können wir auch die aktuell besondere Situation bestehen.“ Weiterhin betonte Generalmajor Schlaak: „Ich danke den Pfadfinderinnen und Pfadfindern sowie der aktion kaserne des BDKJ für die Weitergabe des Friedenslichtes.“

Generalmajor Bernhardt Schlaak übergibt das Friedenslicht an den Piloten Oberstleutnant Dirk Junker

Generalmajor Bernhardt Schlaak übergibt das Friedenslicht an den Piloten Oberstleutnant Dirk Junker

Bundeswehr/Stephan Ink

Pilot Oberstleutnant Dirk Junker mit dem Friedenslicht

Pilot Oberstleutnant Dirk Junker mit dem Friedenslicht

Bundeswehr/Stephan Ink

Vom militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn wurde das Friedenslicht durch die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in das Einsatzgebiet nach Afghanistan geflogen, wo es vom katholischen  Militärpfarrer Burkhard Schmelz empfangen und an die Soldatinnen und Soldaten in Masar-i Scharif weitergegeben wurde.

Ankunft des Friedenslichtes mit der Luftwaffe in Masar-i Scharif und Übergabe an den katholischen Militärpfarrer Schmelz

Ankunft des Friedenslichtes mit der Luftwaffe in Masar-i Scharif und Übergabe an den katholischen Militärpfarrer Burkhard Schmelz

Bundeswehr
Militärpfarrer übergibt den Einsatzsoldaten in Masar-i Scharif das Friedenslicht

Militärpfarrer Burkhard Schmelz übergibt den Einsatzsoldaten in Masar-i Scharif das Friedenslicht

Bundeswehr

 Das Friedenslicht aus Bethlehem

Das Friedenslicht wurde in der Geburtsgrotte Jesu Christi durch die neunjährige Maria Khoury aus Bethlehem entzündet und wurde dann vom Österreichischen Rundfunk (ORFOperational Reserve Force) nach Salzburg gebracht. Von der internationalen Aussendungsfeier am 12. Dezember gelangte das Licht an die deutsch-österreichische Grenze. Von dort haben deutsche Pfadfinder und Pfadfinderinnen das Licht am 3. Advent in Deutschland verteilt. Bis zum Heiligen Abend wird das Friedenslicht an bundesweit rund 500 Orten leuchten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.friedenslicht.de.

Aufgrund der Corona-Pandemie finden in diesem Jahr keine großen Aussendungsfeiern mit dem Friedenslicht statt, es wird stattdessen an vielen Stellen bei kleinen Feiern oder „walk in“-Aktionen, z.B. im Essener und Münsteraner Dom verteilt.

Auch die Übergabe an die Militärseelsorge wurde zum Schutz vor COVID-19Coronavirus Disease 2019 personell und inhaltlich angepasst. Statt während einer ökumenischen Andacht in der Kapelle der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn fand die Übergabe im Terminal des militärischen Teils des Flughafens Köln-Bonn statt.

Die Weitergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem an die Luftwaffe fand bereits zum zwölften Mal in Kooperation der Ringe deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände, der aktion kaserne sowie der Militärseelsorge statt.

von Wolfgang Sunder