Fusswallfahrt Flüeli-Ranft in der Schweiz

Fusswallfahrt Flüeli-Ranft in der Schweiz

  • Katholische Militärseelsorge
  • Wallfahrt
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

In der Schweiz die Mitte finden

Wallfahren unter den Einschränkungen von Covid-19 ist schwierig, aber machbar. So gingen zwölf Angehörige der Katholischen Militärseelsorge der Bundeswehr und aus dem Unterstützer-Team der Lourdes-Wallfahrt nach Flüeli-Ranft in die Schweiz zur Wirkungsstätte von Nikolaus von Flüe.

Wallfahrer Mit Fahnen und Kreuz auf dem Pilgerweg nach Flüeli-Ranft

2. Nationale Militärwallfahrt Flüeli Ranft, Schweiz

KS / Norbert Stäblein

Oberst Markus Schmid, Militärischer Pilgerleiter der Schweizer Armee, hatte diese Möglichkeit für die 2. Nationale Militärwallfahrt eingeräumt. „Das ist eine Bereicherung in dieser schweren Zeit und zeigt die Freundschaft zwischen den Nationen“, freute sich Petra Hammann aus dem Katholischen Militärbischofsamt darüber.

Aber nicht nur die kleine Hütte von „Bruder Klaus“ oder Wallfahrtskirchen waren Ziele der Pilgerfahrt. Am geografischen Mittelpunkt der Schweiz auf der Älggi-Alp stiegen die Wallfahrerinnen und Wallfahrer nach dem Besuch der dortigen Kapelle auf 1.600 Meter über dem Meeresspiegel aus, um anschließend – wer wollte und konnte – rund 200 Höhenmeter zum Seefeldsee zu überwinden. Wallfahren bedeutet ja, in Bewegung zu sein; körperlich und dabei im Gespräch, also auch den Geist zu bewegen, die Schöpfung in Form der Schweizer Berge zu erleben. In die Reihen der Pilger hatte sich auch der Schweizer Militärbischof Alain de Raemy gemischt, der am Sonntag den Abschlussgottesdienst in Ranft leitete.

Gemeinsam gehen und sprechen

Gespräche, also sich miteinander beschäftigen, Gedanken teilen und mehr über den anderen Menschen erfahren, war bestimmendes Element auf der Wallfahrt. Schon am Samstag ging es auf dem Weg von Ranft nach Sachseln darum, diesen Nikolaus von Flüe kennenzulernen und gleichzeitig die Mitwallenden. In Uniform und Zivil, mit dem Kreuz voran, gefolgt von der Schweizer Nationalflagge und einer Fahne der Schweizer Jakobsoffiziere, war das einfach.

Auszug der Schweizer Natioinalfahne aus der Ranft-Kapelle

Gottesdienst in der Ranft-Kapelle

KS / Norbert Stäblein

„Wie ist das bei euch geregelt? Warst du schon mal in der Schweiz?“, und am häufigsten das Stoßgebet „Hoffentlich sehen wir uns 2022 in Lourdes wieder!“ waren nur einige der Gesprächsfetzen, die unterwegs zu hören waren. An mehreren Stationen kam dazu ein Einblick in das Leben des Nikolaus von Flüe. Der hatte sich nach langen Überlegungen von seiner Familie getrennt, um der Berufung zu folgen und als Einsiedler zu leben. Da jeder der Wallfahrerinnen und Wallfahrer auch Familienmensch ist, war das eine aktuelle Thematik: „Ich weiß nicht, ob ich das könnte“, stellte sich ein Teilnehmer selbst die Frage. In sich gehen auf dem Pilgerweg kann kaum besser sein.

Still wurde es am Samstag spätabends. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit trafen sich die Wallfahrts-Teilnehmer zur Kerzenprozession zur Ranft-Kapelle. Schweigend, der Weg nur durch Kerzen angeleuchtet, ging es hinab ins Tal zur Kapelle, die nahe der Unterkunft von Nikolaus von Flüe steht. Der Schweizer Militärseelsorger Andreas Stüdli hielt die Andacht, in der auch das aus Lourdes bekannte „Ave“ erklang. So waren die Wallfahrerinnen und Wallfahrer im Geiste mit dem Ort der Internationalen Soldatenwallfahrt verbunden.

von Norbert  Stäblein

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