Ein Jahr Mittagsgebet mit Abstand in Appen

Ein Jahr Mittagsgebet mit Abstand in Appen

  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Appen
Lesedauer:
1 MIN
Soldaten beim Mittagsgebet mit Abstand

Seit einem Jahr treffen sich Soldatinnen und Soldaten der Marseille-Kaserne zum Mittagsgebet mit Abstand

Bundeswehr/Michael Schmidt

Innehalten-Besinnung-Begegnung

Einmal in der Woche, meist am Dienstag kurz vor 12.00 Uhr, läutet in der Marseille-Kaserne die Glocke. Es ist Zeit zum Mittagsgebet mit Abstand, draußen vor der Kapelle.

Unter den Bäumen oder mit Blick auf die Buchsbaumallee treffen sich Soldaten und zivile Mit­arbeitende der Marseille-Kaserne zu einem ökumenischen Mittags­gebet mit Abstand. Inzwischen über ein Jahr, seit dem 3. März, jede Woche, das 50. Mal. Nur zweimal musste das Gebet ausfallen.

Am Beginn, Ende Februar 2020, stand ein Gespräch zwischen dem Kommandeur der 1. Lehrgruppe und dem katholischen Militärseel­sorger: Was brauchen wir, was brauchen unsere Soldatinnen und Soldaten in der beginnenden Corona-Krise an Unterstützung und Beistand? Wie geht das unter AHA-Regeln? Wie kann die Militär­seelsorge dabei unterstützen? - Daraus hat sich dann eine wichtige Plattform der wöchentlichen Begegnung in besonderen Zeiten entwickelt: Innehalten - Besinnung - Gebet und Begegnung!

Der Abstand war notwendig von Anfang an, und wichtig waren Inne­halten und Begegnung draußen, miteinander, mit uns selbst und mit Gott! Ökumenisch stieg der neue evangelische Militärseelsor­ger gleich mit ein, von anfänglich fünf sind inzwischen bis zu 19 Teilnehmende aus vielen Bereichen dabei, auch aus den Lehrgän­gen. Die „ehrenamtliche“ Unterstützung bei der Musik, beim Läu­ten (inclusive Gehörschutz), beim Aufbauen und beim Austeilen einer Mittagsstärkung gehören inzwischen selbstverständlich dazu.

Zwei Frauen geben eine Suppe an einen Soldaten aus

Nach der Andacht gibt es eine Mittagsstärkung für alle Teilnehmer

Bundeswehr/Michael Schmidt

Auch dafür an dieser Stelle allen Beteiligten herzlichen Dank!
Ob in der Hitze unter den Bäumen oder  im Schnee -  wir setzen  fort. Miteinander und mit Gott im Grünen, jeweils am Dienstag um 12. 00 Uhr, draußen vor der Kapelle.

von Ludger Nikorowitsch