Antisemitismus aus muslimischen Kontexten

Einladung zum Akademiegespräch am 5. März 2024 in der Katholischen Akademie Bayern in München

Antisemitismus existiert seit Jahrhunderten in vielen Gesellschaften und Kulturen, einschließlich der muslimischen. Dabei sind entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung weder Muslime per se antisemitisch noch pauschal der Islam als Religion. Viele Muslime distanzieren sich deutlich von jeglicher Form des Antisemitismus und setzen sich sogar aktiv für interreligiösen Dialog und Verständigung ein. Dennoch gibt es auch Fälle von Antisemitismus innerhalb mancher muslimischer Milieus, die ernsthafte Bedenken hervorrufen. Eine beträchtliche Anzahl von Muslimen fühlt sich zudem durch den eskalierten Konflikt zwischen Israel und den meist muslimischen Palästinensern herausgefordert, was sich bisweilen auch in Form von Antisemitismus manifestiert.

Unser Referent, Hakan Turan, u. a. Mitglied in der Arbeitsgruppe „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) sowie Autor und Referent zu Fragen zum islamisch-jüdischen Verhältnis, wird einen differenzierten Einblick in die Haltung des Islams zum Judentum geben und exemplarisch aufzeigen, worin sich nicht antisemitische von tendenziell antisemitischen Perspektiven unterscheiden. Dabei wird deutlich, dass es nicht in erster Linie die religiöse Überlieferung ist, die zwischen Muslimen und Juden steht, sondern politische, kulturelle oder soziale Konflikte, die überwunden werden können. Ein konstruktiver Ansatz zur Überwindung von Antisemitismus, dem wir in der Veranstaltung nachgehen wollen, ist sowohl ein besseres Wissen umeinander als auch ein tieferes Verständnis füreinander.

Wir bitten um namentliche Anmeldung auf anhängender Karte an den zuständigen Standortpfarrer.
Anmeldeschluss ist Dienstag, 27. Februar 2024

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