Beten für den Frieden

Pilgertag ins Wallfahrtskloster Kamp-Bornhofen

Pilgertag ins Wallfahrtskloster Kamp-Bornhofen

  • Wallfahrt
  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Das Wallfahrtskloster Bornhofen am Rhein, zur „schmerzhaften Mutter Maria“ war das Ziel einer Gruppe von Soldaten, Zivilistinnen und Zivilisten aus der Militärseelsorgeregion „Mittelrhein“, die am 14. Juli 2022 unter Federführung des Katholisches Militärpfarramtes Koblenz I von der Falckenstein-Kaserne zum gemeinsamen Pilgern aufbrach.

Pilger bei der Andacht

Militärdekan Michael Kühn spricht ein Wallfahrtsgebet zu den Pilgern

KMBA/Christian Maria Törner

Seit dem 14. Jahrhundert pilgern die Menschen des Rheintals zur „schmerzhaften Mutter Maria“.
Das diesjährige Wallfahrtsjahr steht in Kamp-Bornhofen unter dem Motto „Jahr des Olivenbaumes – Wir beten für den Frieden“. Diesem Wallfahrtsthema folgend standen der Olivenbaum, seine biblische und liturgische Bedeutung sowie das Gebet für den Frieden im Mittelpunkt dieses Pilgertages.

Nach einer kleinen Busfahrt, dem Wallfahrtsgebet und Segen durch Militärdekan Michael Kühn, setzte sich die Pilgergruppe vom Startpunkt Naßheck über Engelseiche, Vierseenblick und Gedeonseck in Richtung Boppard in Bewegung. Dabei durften Stopps zum Impuls und Gebet sowie zum Beispiel am Aussichtspunkt „Vierseenblick“ zum Verweilen nicht fehlen. Das Wetter und die Aussicht auf die Traumschleife Mittelrhein konnten dabei nicht besser sein. Nach kurzer Stärkung ging es über den Wanderweg „Ripp“ trittsicher durch die Weinberge des Bopparder Hamm, am Klettersteig Mittelrhein vorbei zum Rhein hinunter.

Pilger auf dem Weg

Über den Wanderweg „Ripp“ ging es durch die Weinberge des Bopparder Hamm

Bundeswehr/Frank Nowak

Nach dem Übersetzen über den Rhein mit der Autofähre Boppard, wurde der Weg entlang des Rheins bis zur Wallfahrtskirche fortgesetzt. Am Ziel sorgten die Pfarrhelferin Eva Link und Pfarrhelfer Christian Maria Törner im Klostergarten kühlen Getränken, Würstchen und Rohkost für das leibliche Wohl der durchgeschwitzten Pilger.

„ICH ABER BIN WIE EIN GRÜNER ÖLBAUM IM HAUS GOTTES; ICH VERTRAUE AUF DIE GNADE GOTTES FÜR IMMER UND EWIG.“       (Psalm 52, 10)

Vor Ort gab es die Möglichkeit, sich noch tiefer mit dem Thema Olivenbaum zu beschäftigen. Auf dem Marienplatz an der Pilgerhalle ist von Mai bis Oktober 2022 eine Ausstellung zum Jahr des Olivenbaumes zu sehen. Alle Pilger konnten somit in ruhiger Atmosphäre die Text- und Bildpräsentationen rund um den Olivenbaum genießen.
 

Olivenbäume

Ausstellung zum Jahr des Olivenbaumes auf dem Marienplatz an der Pilgerhalle

Bundeswehr/Frank Nowak

Der abschließende Gottesdienst in der Klosterkirche wurde unter der Leitung der Militärdekane Hans-Richard Engel und Michael Kühn durchgeführt. Pater Desiderius vom Franziskaner-Kloster ließ es sich nicht nehmen, Grußworte an die anwesenden Pilger zu richten. Wie gewohnt wurde der Gottesdienst musikalisch durch Militärdekan Kühn (Gitarre) und Pfarrhelfer Törner (Cajon) begleitet.

Am Ende des Gottesdienstes wurde eine Pilgerkerze gesegnet, die bei der schmerzhaften Mutter von Bornhofen in Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe 2021, auf deren Jahrestag die Pilgertour fiel, brennt.

Auf der Rückfahrt konnten die Pilger die vielen Eindrücke nochmals Revue passieren lassen und alle waren sich einig, dass der diesjährige Pilgertag wieder voll und ganz sein Ziel erreicht hat.

von Frank Nowak