Gedenken zum Volkstrauertag in Neubrandenburg

Gedenken zum Volkstrauertag in Neubrandenburg

  • Gedenken
  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Neubrandenburg

Der November ist ein Monat, in dem auf vielfältige Weise der Toten gedacht wird. Ein solcher Tag ist der Volkstrauertag, der auch dieses Jahr wieder durch die Militärseelsorge mitgestaltet wurde.

Gedenken am Volkstrauertag auf dem Lazarettfriedhof Neubrandenburg

KMBA/Andreas Swaton

Die Gedenkveranstaltungen begannen schon am 14. November 2019 auf dem sogenannten Lazarettfriedhof gleich bei der Kaserne, wo der Toten des Zweiten Weltkrieges gedacht und in diesem Jahr ein Gedenkstein eingesegnet wurde, der an die Toten speziell der Panzergrenadierbrigade 41 erinnern soll.

Gedenkstein der Vertriebenen auf dem Neuen Friedhof Oststadt

KMBA/Andreas Swaton

Am eigentlichen Volkstrauertag, dem 17. November, fanden die Veranstaltungen der Stadt Neubrandenburg auf dem sogenannten Oststadtfriedhof mit drei Gedenkstellen statt.

Jedes Jahr wird an die toten Soldaten des I. und II. Weltkrieges gedacht, danach geht es zu einem Erinnerungsstein für die Opfer von Flucht und Vertreibung und den Abschluss bildet immer das Gedenken für die Toten der Sowjetischen Armee.




Gräberfeld im Lager Fünfeichen

KMBA/Andreas Swaton

Am Nachmittag fand die zentrale Feierlichkeit beim Grabfeld des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers in Fünfeichen statt.

Militärdekan Lorek ging in seinen Worten, ausgehend von der Textstelle bei Deuteronomium, von der Offenheit der Zukunft aus.

“Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an.
Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch.
Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.“
(Dtn 30)

Da es keine irdische Prädestination gibt, hat der Mensch immer in letzter Konsequenz die beiden Möglichkeiten für sein Handeln.

Du kannst willentlich das Richtige tun und das Falsche.
Du kannst willentlich für andere und dich selbst zu einem Fluch oder zu einem Segen werden.
Du kannst willentlich dich und andere glücklich machen oder ins Unglück stürzen.

Gedenken am sowjetischen Soldatenfriedhof Oststadt

KMBA/Andreas Swaton

Ein Volkstrauertag, der nicht allein beim Trauern stehen bleiben will, ist immer ein Tag, an dem wir diese beiden Möglichkeiten von Zukunft uns vor Augen halten sollten – angefangen für den kleinen Kreis der Familie bis hin zur Gesellschaft, in der wir leben.

Die Toten der vergangenen Kriege und Gewalttaten mahnen uns immer wieder, nach dem Leben zu greifen, dem Segen und dem Glück! Und das nicht auf Kosten von anderen.

von Stephan Lorek