"Besinnung auf das Wesentliche" in der Winterbergwoche in Wertach

"Besinnung auf das Wesentliche" in der Winterbergwoche in Wertach

  • Werkwoche
  • Katholische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Pöcking
Aufstieg der Gruppe über die obere Balderschwanger Alpe

Bundeswehr/Alexander Mandl

Die  Winterbergwoche der Katholischen Militärseelsorge Pöcking im Allgäuhaus Wertach stand ganz im Zeichen der „Besinnung auf das Wesentliche“.

Militärpfarrer Dr. Sylwester Walocha bat die Teilnehmer zweimal täglich zur gemeinsamen Besinnung in die Kapelle. In der Früh - noch vor dem Frühstück - sollten sich die Teilnehmer der Exerzitien täglich über ein aktuelles Thema im Stillen Gedanken machen. Dieser kontemplative Ansatz sollte uns Soldaten dazu anregen, bewusst den Tag anzugehen und uns aus den Fängen der täglichen Arbeit zu befreien.

In der späteren Eucharistiefeier, die nach dem Abendessen stattfand, konnten wir den Tag reflektieren und ausklingen lassen. Besonders anregend waren die täglich nuancierten kurzen Predigten. Im Mittelpunkt standen wir Menschen und durch viele Pausen fanden wir Zeit zur Ruhe und Nachdenklichkeit.  Ein zentraler Ansatz lag hierbei auf der  „Besinnung auf das Wesentliche“. In anschließenden Gesprächen zwischen den Teilnehmern fand dann mitunter ein reger Austausch statt.

Morgenandacht in der Hauskapelle Wertach mit Militärpfarrer Sylwester Walocha

Morgenandacht in der Hauskapelle mit Militärpfarrer Sylwester Walocha

Bundeswehr/Alexander Mandl

An unserem Ankunftstag standen organisatorische Themen an. Man lernte sich kennen und die drei Gruppen für Ski-Tour, Ski alpin und Schneewandern wurden eingeteilt. So lernte man sich in den jeweiligen Gruppen kennen und bereitete sich auf die nächsten Tage vor. Erwähnenswert ist sicherlich die Einführung durch den Heeresbergführer in die Themen „Gefahr durch Lawinen und Rettung von Verschütteten“. Alle Teilnehmer wurden so nochmals hinsichtlich der Gefahren sensibilisiert und das Bewusstsein für umsichtiges und selbstverantwortliches Handeln geschärft.

Nachdem das Wetter die ersten drei Tage eher nass und trüb war, wurden unsere Gebete in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gehört. Über Nacht setzte starker Schneefall ein und am Donnerstag war der Morgen königsblau – und es blieb auch den ganzen Tag so. Somit hatten wir endlich das ersehnte Kaiserwetter und so machten sich die Alpin-Skiläufer zum Fellhorn in der Nähe von Oberstdorf auf, während die Skitourengruppe und die Schneeschuhgeher ins Kleinwalsertal verlegten.

Aufstieg durchs Bärgunttal Richtung Höferspitze

Aufstieg durchs Bärgunttal Richtung Höferspitze

Bundeswehr/Alexander Mandl

Die Pisten rund um das Fellhorn waren bestens präpariert, so dass wir sportliche Kurven in den Schnee zeichnen konnten. Bei einem kurzen Abstecher ins Kleinwalsertal, begrüßten wir die österreichischen Mitbürger. Nach knapp drei Stunden stand eine kurze Mittagspause auf der Berghütte an, wo unsere Akkus wieder geladen werden konnten. Die gesamte Mannschaft war von dem herrlichen Tag vollauf begeistert und so ging es dann zurück zum Allgäuhaus.

Zusammenfassend war die Bergwerkwoche hervorragend organisiert. Das tägliche pastorale Angebot und die Vorträge wurden von allen Teilnehmern gerne angenommen und es ergaben sich anschließend tiefsinnige Gespräche.

Wie immer muss auch ein Lob an die Küche des Allgäuhauses ausgesprochen werden, die uns täglich mit kulinarischen Köstlichkeiten überraschte. Die Tage sind bei lockeren Gesprächen in geselliger Runde ausgeklungen.

Alle Teilnehmer der Bergexerzitien freuen sich auf die Neuauflage in 2021.

von Martin Karl

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