„Football is coming home“

„Football is coming home“

  • Katholische Militärseelsorge
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Lesedauer:
2 MIN

Endlich geht wieder was - Public Viewing im Pater-Rupert-Mayer-Haus zur Fußball-EM

Nun schon über ein Jahr dauerte die für alle nicht einfache Situation rund um CoVid 19 an. Nun schon über ein Jahr gab es keine öffentlichen Veranstaltungen mehr. Im Laufe dieses Jahres aber änderte sich etwas: die Zahl der Neuinfektionen in Belgien ging sukzessive zurück, alle Nationen im NATO-Hauptquartier SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe arbeiteten vereint ein Impfprogramm ab und die Lage entspannte sich zusehends.

Teilnehmer beim Public Viewing im Pater-Rupert-Mayer-Haus, an der Wand eine Deutschlandfahne

Public Viewing im Pater-Rupert-Mayer-Haus zur Fußball-EM 2021

KMBA/ Ronny Weber

Zeit, etwas zu unternehmen und die deutschsprachige Gemeinschaft wieder „aufleben“ zu lassen. Und was eignet sich besser, Menschen zusammen zu bringen? Klar, Fußball! Und so wurde die Idee geboren, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Unteroffizierskameradschaft (DuK) ein Public Viewing zur EM 2020/2021 anzubieten. Und was eignet sich besser als unser Gemeindezentrum, das Pater-Rupert-Mayer-Haus mit seiner großzügigen Außenanlage? Der Ort stand somit fest.

Zunächst hieß es, sich erst einmal eine offizielle Genehmigung einzuholen. Hier zeigte sich unsere Wahlheimatstadt Mons sehr hilfsbereit: Der Bürgermeister der Stadt genehmigte nicht nur die geplanten Angebote der Vorrundenspiele, sondern erlaubte uns bis zum Ende der EM, alle gewünschten Veranstaltungen durchführen zu können.

Es wurde fieberhaft an einem Hygienekonzept gearbeitet, Begehungen mit der belgischen Polizei durchgeführt und natürlich für das leibliche Wohl eingekauft – es sollte unbedingt Bier und Bratwurst aus Deutschland sein, um ein wenig Heimatgefühle aufleben zu lassen.

Los ging es

Alle Vorrundenspiele waren sehr gut besucht, der Militärpfarrer hatte am Anfang kurze religiöse Impulse rund um Fußball vorbereitet, die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft liefen zur Zufriedenheit aller (wir kamen in die Finalrunde), ab und zu kam die freundliche belgische Polizei vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, und Gegrilltes und Gebrautes, durch die emsigen Mitglieder der Deutschen Unteroffizierskameradschaft bereitgestellt, fand dankbare Abnehmer.

Höhepunkt aller Veranstaltungen aber war das Achtelfinale der Deutschen gegen England.
Die DuK lud unsere englischen Partner (vielleicht waren sogar einige Schotten und Waliser unter ihnen) zum gemeinsamen Anschauen des Spieles ein, was dankbar und hocherfreut von den britischen Soldatenfamilien angenommen wurde, bei strömendem Regen wurde der Außenbereich aufgebaut und alle waren gespannt auf den nun folgenden Klassiker.

Insgesamt 150 Fußballfanatiker schauten gemeinsam das Spiel und Begeisterung und Jubel paarten sich mit Hoffen und Bangen. Am Ende war England eine Runde weiter und Deutschland ausgeschieden, aber als Gewinner dieses schönen Fußballabends sahen sich alle. Einstimmiges Urteil aller: jederzeit wieder.

Nur ein Wunschvorhaben geht nun leider nicht mehr in Erfüllung: Im Falle eines Finals zwischen Belgien und Deutschland wollte die deutschsprachige Gemeinschaft zusammen mit der Polizei aus Mons ein gemeinsames Public Viewing durchführen. Die Polizisten waren schon in Lauerstellung und freuten sich auf die Begegnung.
Doch es ist nicht aller Tage Abend und die WM 2022 erscheint schon am Horizont…

von Ronny Weber