Covid-19: Amtshilfe - Eine Zwischenbilanz

Covid-19: Amtshilfe - Eine Zwischenbilanz

  • Coronavirus
  • Radio Andernach
Datum:
Lesedauer:
1 MIN

Seit sechs Monaten leistet die Bundeswehr Amtshilfe. Die Zahl der Corona-Infizierten steigt hierzulande wieder deutlich an. Damit stellt sich auch die Bundeswehr auf mehr Einsätze in Deutschland ein. Wie eine Bilanz nach sechs Monaten Amtshilfe aussieht und auf welche Entwicklungen wir uns einstellen sollten, erläutert Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, im Interview bei Radio Andernach.

Inspekteur der Streitkräfte, Generalleutnant Martin Schelleis, steht an der Spitze der Truppe, die für Amtshilfe bereit steht.

Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, steht an der Spitze der Truppe, die für Amtshilfe bereit steht.

Bundeswehr/Roland Alpers

Täglich steigt die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland an. Immer mehr Regionen werden zu Risikogebieten erklärt. Das wirkt sich auch auf die Amtshilfeersuche an die Bundeswehr aus. Generalleutnant Martin Schelleis gibt uns einen Überblick zur aktuellen Lage.

Soldaten nehmen Daten ankommender Reisender in einer Teststelle auf

Amtshilfe in einer Corona-Teststelle am Hauptbahnhof Berlin.

2020 Bundeswehr/Tom Twardy

„Wir stehen bereit, wenn wir gefordert werden.“

Über 1.000 Amtshilfeersuche sind seit Beginn der Corona-Pandemie bei der Bundeswehr eingegangen, etwa 70 Prozent wurden positiv beantwortet – das Amtshilfeverfahren funktioniert. Das ist nur ein Aspekt der bisherigen Bilanz von Generalleutnant Martin Schelleis.

Eine Angestellte vom Medizinischen Personal testet einen Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion

Wie hier im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, ist die Bundeswehr mit der Hilfe dort, wo sie gebraucht wird.

Bundeswehr/Sandra Herholt

Aufträge im Rahmen der Amtshilfe

Täglich sind bis zu 1.400 Soldaten und Soldatinnen deutschlandweit im Einsatz. Sie unterstützen die Gesundheitsämter bei der Testung von Reiserückkehrern oder auch beim Transport von medizinischem Material. Das volle Amtshilfekontingent ist aber bei weitem noch nicht erschöpft.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Generalleutnant Martin Schelleis besuchen die ABC-Abwehrtruppe

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informiert sich mit dem Inspekteur der Streitkräftebasis über die Herstellung von Flächendesinfektionsmittel der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrtruppe, auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr in München.

2020 Bundeswehr/Felicia Englmann

Amtshilfe, die nicht gewünscht ist

In den letzten Tagen und Wochen gab es immer wieder Berichte über Bezirke, die die Amtshilfe der Bundeswehr nicht wünschen. Bei dem einen gab es einen Wandel, der andere hält daran fest.

Hinweisschilder bei einer Corona-Teststelle mit den Verhaltensregeln "Abstand halten" und "Mundschutz tragen"

Auch wenn nicht überall Amtshilfe gefordert wird: Die Verhaltensregeln "Abstand halten" und "Mundschutz tragen" gibt es überall, wo es notwendig ist.

2020 Bundeswehr/Tom Twardy

Ein Ausblick – Mögliche Entwicklungen

Die kalte Jahreszeit beginnt und spielt bei steigenden Fallzahlen eine tragende Rolle, Stichwort: Grippezeit. Es ist demnach mit weiteren Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr zu rechnen.

Eine Person liegt in einer gestellten Szene im Bett. Medikamente gegen Grippe-Symptome liegen auf einem Tisch davor.

Die kalte Jahreszeit kann mit der einhergehenden Grippesaison zu steigenden Fallzahlen führen.

2020 Bundeswehr/Markus Dittrich

Ein Wunsch des Inspekteurs

Mit vielen Kleinigkeiten im täglichen Leben können wir einer Corona-Infektion vorbeugen und so auch die Einsatzbereitschaft der Truppe stärken. Generalleutnant Martin Schelleis hat daher einen einfachen Wunsch an die Soldatinnen und Soldaten:

Ein Soldat wäscht seine Hände an einem Waschbecken in einem Waschcontainer vor einer Truppenküche der Bundeswehr

Schon gut, aber noch nicht alles. Neben Händewaschen gilt es Abstand zu halten, wenn nötig einen Mund-/Nasenschutz zu tragen und regelmäßig die Dienstzimmer zu lüften (Auch, wenn es kalt werden könnte).

Bundeswehr/Anne Weinrich


von Caroline Grosse  E-Mail schreiben