Zum Nachhören: Covid-19 und die aktuelle Entwicklung

Zum Nachhören: Covid-19 und die aktuelle Entwicklung

  • Coronavirus
  • Radio Andernach
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Das Coronavirus hält die Welt seit sieben Monaten in Atem. Auch der Dienst- und Einsatzalltag der Bundeswehr hat sich seitdem verändert. Im Interview mit Radio Andernach geben Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, und Oberstarzt Dr. Thomas Harbaum, Referatsleiter im Bundesverteidigungsministerium, Auskunft zur aktuellen Entwicklung der Pandemie, beleuchten die veränderten Umstände innerhalb der Truppe und geben auch hinsichtlich zukünftiger Amtshilfegesuche einen Ausblick.

Oberstarzt Dr.Thomas Harbaum und Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtehm im Radio Andernach Interview
Bundeswehr/Kimmich

Der normale Alltag ist seit Monaten durch die Corona-Pandemie verändert. Doch was ist eine Pandemie eigentlich genau? Generalstabsarzt Dr. Holtherm gibt dahingehend einen einordnenden Überblick.

Eine dynamische Lage

Die Situation rund um das SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom CoV-2 ist eine sich ständig entwickelnde, dynamischen Lage. Mit steigenden Fallzahlen im Herbst verändern sich auch die Herausforderungen. Das betrifft natürlich ebenfalls die Bundeswehr, beispielsweise in den veränderten Maßnahmen vor und nach dem Einsatz. Wieso man die Situation nicht mit der Lage im Frühjahr vergleichen kann, wieso die Zahlen so sprunghaft steigen und welche Änderungen sich dadurch für die Bundeswehr ergeben, weiß Generalstabsarzt Dr. Holtherm.

Anmerkung der Redaktion: Für den Großteil der Einsatzgebiete gilt nach wie vor eine 14-tägige isolierte Unterbringung vor Einsatzbeginn. Grundlage dafür sind die Einreisebestimmungen der Host Nation(s) und gegebenenfalls ergänzende Vereinbarungen und Vorgaben der multinationalen Operationsführung. Auch für Einsatzgebiete, für die keine entsprechenden Vorgaben bestehen, ist grundsätzlich eine isolierte Unterbringung durchzuführen. In jedem Fall sind während der isolierten Unterbringung zwei PCRPolymerase-Ketten-Reaktion-Tests durchzuführen. (Stand: 27.10.2020)

Operation „Mask Force“

Das im Jahr 2000 durch den Bundestag erlassene Infektionsschutzgesetz wurde aufgrund der Auswirkungen der Pandemie auf nationaler Ebene in einigen Punkten geändert. Dies ermöglicht nun, deutsche Staatsbürger auch im Ausland zu schützen und Ressorts und Institutionen eigenständiges Handeln zu gewährleisten. Zwei dieser Punkte betreffen auch die Bundeswehr, die mit der „Operation Mask Force“ die Soldatinnen und Soldaten für die Herausforderungen der Pandemie sensibilisieren möchte. Was es mit der Informationskampagne „Operation Mask Force“ auf sich hat und wieso die Gesetzesänderungen notwendig waren, erklärt Ihnen Oberstarzt Dr. Harbaum.

Amtshilfe in Zeiten von Corona

Bis zu 15.000 Soldatinnen und Soldaten kann die Bundeswehr für Amtshilfegesuche in der Pandemie abstellen. Auch und gerade die Gesundheitsämter machen von dieser Unterstützungsleistung Gebrauch. Diese Amtshilfe kann auch dann noch andauern, wenn zukünftig ein Impfstoff verfügbar sein wird. Wieso das so ist, was die vorbeugende Grippeschutzimpfung mit der Corona-Pandemie zu tun hat und welche Worte Generalstabsarzt Dr. Holtherm und Oberstarzt Dr. Harbaum persönlich für Sie in den Einsatz schicken möchten, hören Sie hier:

von Lars Neger  E-Mail schreiben