Tipps und Tricks: Bewegt euch, auch am Arbeitsplatz

Tipps und Tricks: Bewegt euch, auch am Arbeitsplatz

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Langes Sitzen, starres Sitzen, falsches Sitzen – sitzen können Babys ab ungefähr acht Monaten und dennoch machen es die meisten in ihrem Erwachsenenalter falsch. Mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Ein paar einfache Tricks helfen, die Belastungen am Schreibtisch zu minimieren.

Rücken-, Nacken-, Schulterbeschwerden und Kopfschmerzen. Der sitzende Alltag im Büro ist eine große Belastung für den Körper. Schuld daran sind mangelnde Bewegung und oft schlecht eingestellte Bildschirmarbeitsplätze: zu kurze Abstände zum Monitor, eine verdrehte Sitzposition und oft kein Ausgleich in der Freizeit. Grundsätzlich hilft: Bewegung, Bewegung, Bewegung und so wenig wie möglich sitzen.

Beim Sitzen in Bewegung bleiben

Soldatin am Computer

Häufig die Folge von falscher Sitzhaltung: Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden plagen viele.

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Am Arbeitsplatz bedeutet das: Telefonate können im Stehen angenommen werden. Auch Besprechungen müssen nicht sitzend erfolgen. Und die Pause sollte nicht am Schreibtisch verbracht werden. Das Büro kann bewegungsfreundlich eingerichtet werden. Dinge wie der Kaffeebecher oder der Locher sollten nicht in Griffreichweite stehen, sondern am anderen Ende des Büros. Das zwingt zum Aufstehen und Bewegen. Treppensteigen ist besser als Fahrstuhl fahren. Und anstatt den Kollegen anzurufen, kann man ihn besuchen. Das fördert auch das Arbeitsklima. Und wenn man ums Sitzen nicht herumkommt? Dann heißt es, so oft wie möglich die Sitzposition wechseln. Und auf einen optimal eingerichteten Arbeitsplatz achten.

Richtiges Sitzen will gelernt sein

Tisch und Stuhl sind richtig eingestellt, wenn die Unterarme waagerecht auf der Tischplatte aufliegen und Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden. Die Füße stehen ganzflächig auf dem Boden. Die Lehne sollte den Rücken permanent abstützen. Die Freischwingeinrichtung der Rückenlehne ermöglicht dynamisches Sitzen. Grundsätzlich sollte man sich auf die ganze Sitzfläche setzen, doch ab und zu kann man auch mal auf der Kante der Sitzfläche verweilen. Das kann mehr Bewegung bringen. Es sollte aber kein Dauerzustand sein.

Grafik zeigt ergonomischen Arbeitsplatz

Die richtige Einstellung macht's: Um Beschwerden vorzubeugen, sollte der Arbeitsplatz bestimmte Anforderungen erfüllen.

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Auch die Augen brauchen Bewegung

Bildschirm und Tastatur sollten gerade vor dem Nutzer stehen. Der Monitor sollte von der Höhe her möglichst weit nach unten positioniert werden, damit der Blick des Bildschirmarbeiters leicht gesenkt ist. Der Sehabstand, also der Abstand zwischen Gesicht und Bildschirm, sollte etwa 50 bis 80 Zentimeter betragen. Das schont auch die Augen, die neben dem Rücken und Nacken ebenso unter dem Starren leiden. Um den Augen etwas Gutes zu tun, sollte ab und zu der Blick in die Ferne schweifen und unterschiedlich weit entfernte Gegenstände fixieren.

von Alexandra Möckel