Bundeswehr bekommt Militärrabbiner

Bundeswehr bekommt Militärrabbiner

  • Jüdische Militärseelsorge
  • Betreuung und Fürsorge
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Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, spricht auf der Konferenz „Militärrabbiner in der Bundeswehr – zwischen Tradition und Herausforderung.“ in Berlin, am 03.04.2019. Drei Militärgeistliche sind auf dem schwarzweißen…

Bundeswehr/Oliver Lang

Nach rund hundert Jahren sollen Militärrabbiner erstmals wieder in deutschen Streitkräften Dienst tun. Bei der Auswahl der jüdischen Militärseelsorger werde die Bundeswehr eng mit dem Zentralrat der Juden zusammenarbeiten. Damit solle der „gewachsenen Vielfalt“ in den Reihen der Soldaten Rechnung getragen werden.

Es geht um eine Rückkehr zur Normalität. Im Ersten Weltkrieg dienten 30 jüdische Seelsorger in der Armee des Deutschen Reiches. „Wir möchten wieder Militärrabbiner in unseren Reihen beheimatet wissen“, sagt die Ministerin. Die Geistlichen seien früher ein fester Bestandteil des soldatischen Alltags in den deutschen Streitkräften gewesen – und sie freue sich, dass es bald wieder so sein werde, dass ein neues Kapitel der gemeinsamen Geschichte aufgeschlagen werde. „Es wird Zeit für uns!“, ruft von der Leyen in den Saal. Die Anwesenden – Mitglieder der jüdischen Gemeinde, Bundestagsabgeordnete, Wissenschaftler und Offiziere der Bundeswehr – spenden Beifall.

Vollständiger Beitrag Rückkehr zur Normalität