Der Hintergrund

Der Hintergrund

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Cyber-Angriffe auf Staaten und deren kritische Infrastrukturen sind schon lange keine Fiktion mehr, sondern Realität. Die mögliche Anonymität von Angriffen und die kostengünstigen Möglichkeiten zur asymmetrischen Wirkung haben Cyber-Angriffe und Maßnahmen im Informationsumfeld zu einem wirkungsvollen Mittel gemacht – häufig um Ziele unterhalb der Schwelle eines militärischen Angriffs durchzusetzen.

Feature Bundeswehr IT Technik

Die Digitalisierung bringt große Chancen aber auch Risiken

Bundeswehr/Jonas Weber

Ausbau der staatlichen Handlungsfähigkeit

Die damit einhergehenden immer komplexeren Angriffe erfordern den Ausbau der staatlichen Handlungsfähigkeit zum Schutze unseres demokratischen Systems und seiner wirtschaftlichen Grundlagen. Der Ausbau von Cyber-Fähigkeiten ist daher ein essenzieller Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge und bietet zusätzliche Handlungsoptionen für Konfliktverhütung und Krisenbewältigung einschließlich der Begegnung hybrider Bedrohungen.

Cyber-Sicherheitsstrategie 2016

Mit der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland (PDF, 1,5 MB) im November 2016 hat die Bundesregierung einen ressortübergreifenden, strategischen Rahmen für die Bundesrepublik Deutschland geschaffen. Das neue Strategiepapier baut auf den sicherheitspolitischen Aspekten des Weißbuches 2016 auf und ist eine weitere Grundlage auf dem Weg, Cyber-Sicherheit für Deutschland zu erreichen. Die gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsarchitektur weist den verschiedenen Ressorts unterschiedliche Aufgaben zu. Die Cyber-Abwehr unterliegt der Verantwortung des Bundesministeriums des Inneren, während das Auswärtige Amt für die Cyber-Außen- und internationale Cybersicherheitspolitik verantwortlich ist. Verteidigungsaspekte der gesamtstaatlichen Cyber-Sicherheitsarchitektur werden gemäß Weißbuch 2016 als originäre Aufgaben des Bundesministeriums der Verteidigung und als verfassungsgemäßer Auftrag der Bundeswehr zugewiesen.