Die Alfred-Delp-Kaserne

Die Alfred-Delp-Kaserne

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Hauptmann Julian Ströbl, Radio Andernach (RA): Alfred-Delp-Kaserne. Die haben wir jetzt bei uns im Programm und die ist ganz besonders. Sie wurde nämlich im Zuge der Aufstellung des Heeres der Bundeswehr erbaut. Ende 1959 war sie dann auch schon Heimat für zwei Heereseinheiten – Panzergrenis und Feldartillerie. Aber zu den genauen Einheiten später mehr. Bis zur Transformation der Bundeswehr im Jahre 2011 war die Alfred Delp Kaserne nämlich das Zuhause so einiger Einheiten, doch der Transformation konnte sie leider nicht standhalten, wodurch sie 2013 aufgelöst wurde. Damit war das Ende der Garnison Donauwörth besiegelt. In den weiteren Jahren wurde sie zunächst von Airbus als ein Systemzentrum genutzt. Viele Teile der Kaserne sind aber mittlerweile zurückgebaut, um ein Baugebiet zu werden. Ein kleiner Teil der Kaserne diente bis Ende 2019 als Erstaufnahmeinrichtung für Asylbewerber:

Trenner: „Die Lage“

RA: Einmal in der Deutschlandkarte auf das Bundesland Bayern gucken und dann auf das Bundesland Schwaben – die Alfred Delp Kaserne befand sich in Donauwörth, südöstlich der Parkstadt am Schellenberg in der Sternschanzenstraße.

Trenner: „Der Name“

RA: Der Bundeswehrstandort erhielt den Namen Alfred Delp Kaserne von Alfred Friedrich Delp. Er war ein deutscher Jesuit und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Trenner: „Die ehemaligen Truppenteile“

RA: Die ersten Einheiten zogen am 1. Dezember 1959 ein. Das waren das Panzergrenadierbataillon 282 und das Feldartilleriebataillon 285. Mitte der 1960er waren dort dann einige Einheiten der 10. Panzergrenadierdivision, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Kräfte, Panzergrenis, Feldjäger inklusive Stabsabteilungen. Zuletzt, also bis zur Schließung, waren dort das EloKaBtlBataillon für Elektronische Kampfführung. 922, die Sanitätsstaffel Donauwörth sowie ein FBZFamilienbetreuungszentrum und das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum.


von Julian Ströbl