Die Caspari Kaserne

Die Caspari Kaserne

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Hauptmann Ströbl, Radio Andernach (RA): Da geht es jetzt um die Caspari-Kaserne in Delmenhorst. Ja, in Delmenhorst – ohnehin bekannt als ehemalige Garnisonsstadt, mit Sicherheit eine der größten in Nordwest-Deutschland. Und das bis zu Zeiten des Kalten Krieges („bis zum Ende des Kalten Krieges“?! Anm. d. Red.). Eröffnet wurde sie aber kurz vorm Zweiten Weltkrieg im Jahre 1935, zunächst als Kaserne für die Polizei und die Wehrmacht, später dann für das Ersatzheer. Das Areal der Kaserne war etwa 35 Hektar groß – das ist groß genug, um dort auch ein Flugabwehrraketenbataillon zu beheimaten. Militärische Heimat war die Caspari-Kaserne bis 1993. Danach nutzte die Bundeswehr die Kaserne nur noch als Standortverwaltung. Klingt erst einmal langweilig – ist es aber nicht! Denn: das Gebäude der ehemaligen Waffenmeisterei stand die ersten sieben Jahre der 2000er sogar unter Denkmalschutz! Zwischenzeitlich, im Jahre 2004, war dann aber endgültig Schluss mit der Nutzung durch die Bundeswehr. Heutzutage sieht alles ganz anders aus: die Gebäude sind alle abgerissen, daraus ist ein Gewerbegebiet geworden.

Trenner: „Die Lage“

Die Caspari-Kaserne befand sich in Delmenhorst, als etwas westlich von Bremen. Wer es ganz genau wissen will und vielleicht sogar vorbeischauen will, sollte die Ausfahrt „Delmenhorst – Deichhorst“ nicht verpassen.

Trenner: „Der Name“

RA: Der Bundeswehrstandort erhielt den Namen Caspari-Kaserne von eine „echten“ Bremer: Karl Georg Erwin Walter Caspari war ein deutscher Militär- und Polizeioffizier und Führer eines Freikorps, das ebenfalls seinen Namen trug. Er war später außerdem Chef der Schutzpolizei in Bremen.

Trenner: „Die ehemaligen Truppenteile“

RA: Bis zur Schließung waren in der Caspari-Kaserne noch drei Einheiten: die Flugabwehr-Raketen-Bataillone 24, 25 und 35. Dabei ist es gar nicht so, dass die Kaserne nur FlaRak gesehen hätte – seit Bestehen der Bundeswehr war dort zum Beispiel das Sanitätsbataillon 3 stationiert, Ende der 1950er Jahre ein Versorgungsbataillon 326 sowie eine Fernmeldekompanie. In den 60er bis 80er Jahren war dort Luftwaffenfeldersatzbataillon 6, etwas später dann die Nachschub-Ausbildungskompanie 15. Insgesamt also bunt gemischt!


von Julian  Ströbl