Menschen im Organisationsbereich AINAusrüstung, Informationstechnik und Nutzung

Die Digitalisierung der Streitkräfte im Blick: Nina Doetsch

Die Digitalisierung der Streitkräfte im Blick: Nina Doetsch

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Nina Doetsch ist Oberregierungsrätin im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr). Dort betreut sie Vergabeverfahren für verschiedene ITInformationstechnik-Projekte, von modernen Funkgeräten bis hin zur Beschaffung von Hochleistungssoftware, um die Digitalisierung der Streitkräfte voranzutreiben.

Oberregierungsrätin Nina Doetsch Protraitfoto

Oberregierungsrätin Nina Doetsch

2022 Bundeswehr/Dirk Bannert

Mit ihrem abgeschlossenen Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und dem anschließenden Referendariat in Darmstadt hat Nina Doetsch als Volljuristin die Befähigung zum Richteramt erreicht und damit die Voraussetzungen erfüllt, um beim BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr als Juristin im höheren Dienst tätig zu sein. Neben ihrer beruflichen Qualifikation bringt sie darüber hinaus Berufserfahrung durch ihre vierjährige Tätigkeit als Syndikusrechtsanwältin in Frankfurt mit. Diese ist bei ihrer täglichen Arbeit in der Abt I sehr hilfreich. Dort begleitet sie aus juristischer Sicht komplexe ITInformationstechnik-Projekte mit Auftragswerten von oft über 25 Millionen Euro.

Wie sind Sie zum BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr gekommen?

Ich bin gebürtige Koblenzerin und kannte das frühere Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung bereits während meiner Schulzeit. Durch meine Mutter, die als Übersetzerin beim Bundessprachenamt in Koblenz tätig war, konnte ich erste Einblicke in die Strukturen des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr bekommen. Zudem habe ich während meines Studiums bereits ein Praktikum beim BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr absolviert. Meine Entscheidung, mich hier zu bewerben, wurde dann durch den Besuch im Amt am Tag der offenen Tür bestärkt. 

Was machen Sie genau in Ihrer Verwendung?

Ein Beschaffungsprozess wird grundsätzlich von einer fachlichen Seite, d. h. von Ingenieurinnen und Ingenieuren, und einer vertraglichen Seite, sprich von Juristinnen und Juristen wie mir, begleitet. 
Dabei betreue ich ein Projekt von der Ausschreibung bis zum Vertragsschluss und überwache in diesem Prozess die Einhaltung der zahlreichen rechtlichen Rahmenbedingungen.
Zudem erstelle ich die dazugehörigen Verträge, führe die Vertragsverhandlungen mit den Firmen und kontrolliere die korrekte Ausführung der Verträge. 

Was macht Ihre Arbeit aus Ihrer Sicht so interessant?

Jede Vergabe ist aufs Neue anspruchsvoll und individuell. Der technische Bezug macht es für mich als Juristin so interessant und abwechslungsreich. Die tiefe Einarbeitung und das Auseinandersetzen mit dem Projekt an sich sowie die enge Zusammenarbeit auch mit Nichtjuristinnen und -juristen ist jeden Tag herausfordernd und spannend.

Eine junge Frau sitzt in einem Militärfahrzeug und schaut auf einen Monitor

Auch als Juristin ist Nina Doetsch bei Funktionsprüfungen mit dabei: Vertrag und Lieferung müssen eben passen.

2022 Bundeswehr/Dirk Bannert

Kein Vertrag gleicht dem anderen. Es tauchen immer wieder kleinere oder größere Hürden und Herausforderungen im Laufe der Verfahren oder Vertragsdurchführung auf, die wir in der Regel aber mit kreativen Ansätzen lösen können. 

Was bringt Abwechslung in Ihren Büroalltag?

Abwechslung bringen die Termine vor Ort bei den Firmen, die spannenden Vertragsverhandlungen und die Dienstreisen zu den Wehrtechnischen Dienststellen, die unsere beschafften Produkte bzw. Geräte erproben, bevor sie in der Truppe genutzt werden. Außerdem sind der Kontakt mit den netten Kolleginnen und Kollegen und der gute Teamzusammenhalt für mich sehr wichtig. 

Was war bisher Ihr spannendste Projekt?

Eines der spannenden Projekte war für mich bisher die Begleitung des Projekts „Battle Management System“ (BMSBattle Management System) der Bundeswehr. 
Das ist ein digitales Führungssystem für landbasierte Operationen. Damit können Informationen zwischen Militärfahrzeugen eines Verbandes zwischen allen verfügbaren Kommunikationsgeräten wie z. B. Funkgeräten ausgetauscht werden. Im Hintergrund werden über die Funkverbindungen Lagedaten durch das BMSBattle Management System verteilt und für den einzelnen Soldaten bzw. die einzelne Soldatin auf dem Gefechtsfeld aufbereitet dargestellt. Dies erleichtert ihm oder ihr die Durchsetzung des Auftrags und die Orientierung im Gelände.
Das System ist zum Beispiel im Eagle IV verbaut und wird für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 erstmalig im Zusammenhang mit Bündnispartnern der NATO eingesetzt. 

Und was machen Sie nach dem Dienst?

Den Ausgleich zu meiner Arbeit schaffen bei mir alle Ausdauersportarten, wie z. B. die Vorbereitung auf einen Marathon oder den Strongman-Run aber auch mal ein Feierabendgetränk mit den Kolleginnen und Kollegen. 
 

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