Die Dr.-Dorothea-Erxleben-Kaserne

Die Dr.-Dorothea-Erxleben-Kaserne

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RA: Es geht um die Dr.-Dorothea-Erxleben-Kaserne. In den 70ern erbaut und zunächst von der Nationalen Volksarmee genutzt. Nach der Wende war diese Kaserne Heimat der Sanis – zumindest bis 2007. In diesem Jahr wurde die Kaserne nämlich aufgegeben und zum Verkauf angeboten. Einen Käufer gab es drei Jahre später, nachdem die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Kaserne veräußert hatte. Der Käufer ist zwar unbekannt – der Bebauungsplan aber nicht. Und dieser besagt, die alten Gebäude abzureißen und neue Einfamilienhäuser zu bauen. So ist es auch mittlerweile geschehen. Das einzige Überbleibsel sind die Sporthalle und der Sportplatz, welche tatsächlich auch noch von lokalen Vereinen genutzt werden.

Trenner: „Die Lage“

RA: Die inzwischen aufgegebene Dr. Dorothea-von-Erxleben-Kaserne liegt im nördlichen Stadtgebiet der Stadt Halle und zwar im Stadtteil Heide-Nord/Blumenau. Nice-to-know: Eine Kaserne mit gleichem Namen ab es auch im Stadtteil Trotha – sie fungierte als Außenstelle und wurde bereits 2004 aufgegeben.

Trenner: „Der Name“

RA: Der Namen der Kaserne stammt von Dr. Dorothea Christiane von Erxleben. Sie gilt als erste deutsche promovierte Ärztin. Zunächst blieb ihr nämlich der Zugang zur Uni verwehrt. Sie wandte sich daraufhin an Friedrich den Großen. Diesem hat sie ihr Studium zu verdanken, denn er wies die Universität Halle an, die Promotion zuzulassen. Ihr Name war übrigens erst später mit der Kaserne verbunden, denn diese hieß ursprünglich Otto-Borowski-Kaserne, benannt nach einem deutschen Kommunisten. So war das bis 1990. Erst nachdem die Kaserne in den Besitz der Bundeswehr überging, also nach der Wende, hieß diese fortan Dr.-Dorothea-von-Erxleben-Kaserne.

Trenner: „Die ehemaligen Truppenteile“

RA: Bis zur Auflösung der NVANationale Volksarmee 1990 war in der Kaserne die 11. Motorisierte Schützendivision untergebracht. Ab 1990 wurde die Dr.-Dorothea-von-Erxleben-Kaserne vor allem durch das Sanitätsbataillon 131 genutzt, später hieß die Einheit aufgrund einer Umgliederung Sanitätsregiment 13 und nach einer erneuten Umgliederung Sanitätsregiment 32. Weitere Einheiten in dieser Kaserne waren das Verteidigungsbezirkskommando 81 und das Heimatschutzbataillon 41.


von Julian Ströbl