Die Luftwaffe im Wandel – fit für die Zukunft!

Die Luftwaffe im Wandel – fit für die Zukunft!

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Tornados, Eurofighter und MRTT fliegen im Verbund.

Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 und Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 fliegen zusammen mit einem Tankflugzeug vom Typ Airbus A310 MRTTMulti Role Tanker Transport am Fliegerhorst Laage während der Leistungsvergewisserung 2018.

Bundeswehr/Stefan Petersen

Das sicherheitspolitische Umfeld für Deutschland, die NATO und die Europäische Union wandelt sich stetig. Damit verändern sich auch die Rahmenbedingungen, unter denen die Luftwaffe zukünftig ihren Auftrag erfüllen muss. Mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten richtet sich die Luftwaffe konsequent an den Anforderungen des zukünftigen Einsatzumfeldes aus. Die wichtigsten Handlungsfelder sind dabei die Einsatzbereitschaft, die Modernisierung, die Digitalisierung und die multinationale Ausrichtung.

Einsatzbereitschaft erhöhen


Aufgabe der Luftwaffe ist es, einen glaubwürdigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung sowie zum internationalen Krisenmanagement leisten zu können. Dies ist nur möglich, wenn das Material und die Waffensysteme einsatzbereit sind. Auch die Soldatinnen und Soldaten können ihren Auftrag nur erfüllen, wenn ihnen in der Ausbildung und für Übungen das Material und die Waffensysteme zur Verfügung stehen, welche sie in den Einsätzen nutzen. Dazu muss die Einsatzbereitschaft bei den Waffensystemen der Luftwaffe in den nächsten Jahren spürbar erhöht werden.

Ausrüstung modernisieren


Die Luftwaffe muss in den kommenden Jahren viele ihrer Fähigkeiten von Grund auf modernisieren. Hierzu gehören unter anderem die Beschaffung eines Nachfolgesystems für das Kampfflugzeug Tornado, die Ablösung der Transporthubschrauber vom Typ CH-53 und die gemeinsame Entwicklung der Eurodrohne mit Frankreich, Italien und Spanien. 

Die Entwicklung des „Taktischen Luftverteidigungssystems“ gewährleistet, dass die bodengebundene Luftverteidigung den komplexen Bedrohungen der Zukunft, z.B. durch neuartige Flugkörper und Drohnen, gewachsen sein wird. Diese Waffensysteme werden das Bild der Luftwaffe von Morgen prägen.

Ein wesentliches Projekt, welches ab den vierziger Jahren dieses Jahrhunderts das Rückgrat der Luftwaffe bilden und mindestens das Gesicht der deutschen, der französischen und der spanischen Luftwaffe prägen wird, ist die gemeinsame Entwicklung eines zukünftigen fliegenden Waffensystems, des „Next Generation Weapon Systems“ (NGWSNext Generation Weapon System).

Gleichzeitig wird die Luftwaffe ihre Verantwortung für die Dritte Dimension um den erdnahen Weltraum erweitern. In den kommenden Jahren wird sie die Befähigung erlangen, Objekte im Weltraum mit eigenen Sensoren präzise zu orten, deren Verhalten zu bewerten und Informationen mit multinationalen Partnern teilen, um so der Politik Optionen bei einer Gefährdung unserer Handlungsfreiheit im Weltraum zu bieten.

Multinational ausrichten


Den vielfältigen Herausforderungen im Sicherheitsumfeld des 21. Jahrhunderts kann heute kein Staat allein mehr begegnen. Die Luftwaffe ist seit ihrer Aufstellung deshalb fest in internationalen Organisationen eingebunden und erfüllt ihren Auftrag an der Seite von Partnern und Verbündeten. Hierfür übernimmt sie auch in führender Position Verantwortung, beispielsweise beim Aufbau eines multinationalen Lufttransportverbandes oder der Bereitstellung der „Schnellen NATO Einsatzkräfte für die Luft“ (VJTFVery High Readiness Joint Task Force Air) im Jahr 2023.

Digitalisierung gestalten


Die Entwicklungen im zivilen IT-Bereich sind in den vergangenen Jahren rasant vorangeschritten. Die Luftwaffe hat erkannt, dass es eine Reihe von Innovationen gibt, die auch für sie potentiell von Bedeutung sind, um den Einsatzwert der Luftwaffe zu steigern. Darum widmet sie sich mit einer Vielzahl von Projekten, Vorhaben und Untersuchungen der digitalen Umgestaltung. Digitalisierung ist mehr als die reine Vernetzung von Computern oder Überführung analoger Prozesse – es geht ebenso um die Etablierung einer Digitalmentalität unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken, die die neuen Möglichkeiten mit sich bringen, um die Auftragserfüllung zu unterstützen.


„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“
 

von Kommando Luftwaffe