Ein Soldat steht in Grundstellung vor einer Hesco-Wand und Steinen mit Wappen, neben ihm ein Schild des Ausbilderteams TAAC-N
Oberst Jan Tilmann
Ich werde oft von Einsatzveteranen oder auch von Zivilisten gefragt, ob die 59 verstorbenen und die davon 35 gefallenen Kameraden angesichts der derzeitigen Sicherheitslage in Afghanistan nicht umsonst ihr Leben gelassen haben. Jenen entgegne ich, dass unsere Gefallenen und besonders auch unsere an Körper, Geist und Seele Verwundeten letztendlich für die größte und aus meiner Sicht wichtigste Sache, die eine militärische Organisation ausmacht, gestorben oder verwundet worden sind: Kameradschaft. Sie sind im Auftrag des Bundestages Seite an Seite mit ihren Kameradinnen und Kameraden – einer Schicksalsgemeinschaft im wahrsten Sinne des Wortes – in diesen gefährlichen Einsatz gegangen. Sie sind gegangen, weil sie das Vertrauen in ihre Vorgesetzten hatten, gut geführt zu werden. Sie wussten, dass sie sich gegenseitig bedingungslos unterstützen und füreinander einstehen werden und haben dann den höchsten Preis bezahlt. Kameraden für Kameraden.