Fregatte „Brandenburg“ – klar zum Gefecht

Fregatte „Brandenburg“ – klar zum Gefecht

  • Einsatz
  • Ägäis
Datum:
Ort:
in See
Lesedauer:
2 MIN

Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen: Die Besatzung der Fregatte „Brandenburg“ trainiert den Kampf gegen Wassereinbruch, Feuer im Schiff und die Abwehr feindlicher Flugkörper. Unter sorgfältiger Anleitung erfahrener Soldatinnen und Soldaten gehen die Kameradinnen und Kameraden bei den Übungen an ihre körperliche und geistige Leistungsgrenze.

Vier Soldaten stehen auf der Brücke und ziehen sich schwarze Flammschutzhauben über die Köpfe

Die Brückenbesatzung legt den Gefechtsanzug an

Bundeswehr/Christian Rheinheimer

Über die Lautsprecheranlage erfolgt eine kurze Einweisung, welche die Schiffsbesatzung auf die kommende Übung vorbereitet. Um alle Gefahren möglichst effektiv abwehren zu können, werden alle Soldatinnen und Soldaten auf Gefechtsstation gerufen. Jeder hat eine fest zugewiesene Aufgabe und Station.
Dann ertönt der Alarm im ganzen Schiff. Ein langer schriller Ton und die Durchsage „Besatzung auf Gefechtsstation“ versetzt jeden in erhöhte Bereitschaft. Alles muss jetzt ganz schnell gehen. Die Soldatinnen und Soldaten eilen los, um rechtzeitig auf Station zu sein. Der Gefechtsanzug wird angelegt, die Vollzähligkeit überprüft und an die Operationszentrale gemeldet. Die Fregatte „Brandenburg“ ist klar zum Gefecht.

Ein Angriff kann jederzeit erfolgen

Ein Soldat steht mit Helm und Weste an Deck und lädt ein fest montiertes Maschinengewehr

Die Besatzung trainiert den Kampf gegen Wassereinbruch, Feuer im Schiff und die Abwehr feindlicher Flugkörper

Bundeswehr/Florian Westphal

Ein unbekanntes Luftfahrzeug nähert sich der Fregatte „Brandenburg“. Das Flugzeug wird über Funk angesprochen und aufgefordert, sich von der Fregatte fernzuhalten. Doch auf die Funksprüche aus der Operationszentrale antwortet niemand. Die Warnungen werden wiederholt – keine Reaktion. Als das Flugzeug in Sichtweite ist, wird klar: Es handelt sich um einen Aufklärungsflug des „Gegners“. Dieser weiß jetzt, wo sich das Schiff befindet, und meldet diese Information an seine Einheiten. Ein Augenblick der Anspannung und Ungewissheit. Jederzeit kann jetzt ein koordinierter Angriff durch den „Gegner“ erfolgen.

Luftkontakt Peilung 182 Grad

Ein Soldat mit schwarzer Haube beobachtet mit einem Fernglas durch ein Fenster die Umgebung

Konzentriert wird der Horizont nach feindlichen Fliegern abgesucht

Bundeswehr/Christian Rheinheimer

Aufmerksam verfolgt die Besatzung die Durchsagen im Schiff: „Flugkörper im Anflug aus Peilung 185!“ Auf diese Bedrohung müssen die Soldatinnen und Soldaten an Bord sofort reagieren. Das Schiff wird beschleunigt und der optimale Kurs zur Bekämpfung des Flugkörpers wird eingenommen. Alle Waffen zielen in Bedrohungsrichtung, weitere Befehle zur Bekämpfung hallen durch die Operationszentrale. Die Besatzung ist eingespielte Team. Jeder weiß, was zu tun ist. Der anfliegende Flugkörper wird in vielfach eingeübten Schritten gezielt bekämpft.

Schadensabwehr: Jeder Handgriff sitzt

Ein Soldat stützt mit einer Holzkonstruktion ein simuliertes Loch im Rumpf des Schiffes

Soldaten errichten eine stabile Konstruktion, um den Wassereinbruch zu stoppen

Bundeswehr/Christian Rheinheimer

Um in diesem Szenario die verschiedenen Stationen zu trainieren, werden ein Treffer und eine Explosion im Rumpf der Fregatte simuliert. In der äußeren Hülle des Schiffes klafft ein Loch von etwa 20 Zentimetern Durchmesser. Innerhalb weniger Sekunden dringen riesige Mengen Wasser in das Schiff. Gleichzeitig bricht ein Feuer aus und Verletzte liegen auf den Gängen.
Der Gefechtsstand hat jetzt die Aufgabe, die Maßnahmen für die Schadensabwehr zu koordinieren. Wo liegen die Prioritäten und wer macht was zu welcher Zeit? In dieser stressigen Situation gilt es, Ruhe zu bewahren. Die Besatzung hat solche Ereignisse in den vergangenen Monaten immer wieder geübt und ihre Fähigkeiten von Mal zu Mal verbessert.
An den betroffenen Teilen des Schiffes beginnen spezialisierte Trupps,  das Feuer zu löschen und den Wassereinbruch zu stoppen. Innerhalb kürzester Zeit sind die Schäden behoben und die Verletzten versorgt. Die Fregatte „Brandenburg“ ist wieder klar zum Gefecht.

von Florian Westphal

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