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Bundespräsident besucht die Bundeswehr in Litauen

Bundespräsident besucht die Bundeswehr in Litauen

  • Anerkannte Missionen
  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Bewusst ging die Auslandsreise des Bundespräsidenten in diesen schwierigen Zeiten nach Litauen. Bei seinem Besuch der Mission Enhanced Forward Presence und seinem Treffen mit dem litauischen Staatspräsidenten betonte Frank-Walter Steinmeier den Zusammenhalt beider Länder. Gleichzeitig nutzte er den Besuch für Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten sowie einen Austausch vor Ort.

Oberstleutnant Daniel Andrä, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Gitanas Nausėda stehen nebeneinander.

Der Kommandeur der EFP Battlegroup, Oberstleutnant Daniel Andrä, mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem litauischen Staatspräsidenten Gitanas Nausėda

Bundeswehr/Engler

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reiste am Donnerstag für einen Tagesbesuch nach Litauen. In der Hauptstadt Vilnius wurde er vom Präsidenten Gitanas Nausėda empfangen. Die Staatsoberhäupter tauschten sich über die aktuelle Situation im Land aus und sicherten sich gegenseitige Unterstützung zu.

Einweisung in die aktuelle Lage in Rukla

Anschließend besuchten beide das deutsche Einsatzkontingent des multinationalen Gefechtsverbandes Enhanced Forward Presence der NATO auf dem Militärstützpunkt in Rukla. Dort wurden sie vom Verteidigungsminister Litauens, Arvydas Anušauskas und dem deutschen Kommandeur der EFP-Battlegroup, Oberstleutnant Daniel Andrä, begrüßt. In einem gemeinsamen Statement der beiden Staatspräsidenten in den Rukla Training Barracks bedankte sich Gitanas Nausėda bei seinem deutschen Amtskollegen für die sicherheitspolitische Neuausrichtung der Bundesrepublik im gegenwärtigen Konflikt. Der deutsche Bundespräsident nahm diesen Dank mit dem Hinweis an, dass sich „Deutschland mit dieser Entscheidung von manch alten Gewissheiten verabschiedet“ hätte. Dabei betonte er, dass „die Bündnisverpflichtung Deutschlands gegenüber seinen Verbündeten ohne Wenn und Aber“ gelten würden. Steinmeier verurteilte dabei im weiteren Verlauf seines Statements den russischen Waffengang vor der internationalen Presse scharf, versicherte aber, dass der beste Schutz vor einem drohenden Übergriff der Gewalt auf das NATO-Bündnisgebiet die neue Einigkeit der westlichen Demokratien sei. Steinmeier weiter: „Wichtig ist es nun, diese Einigkeit zu bewahren. Wir werden einen langen Atem brauchen. Und wir werden ihn haben.“

Abschließend wies der Kommandeur der litauischen Iron Wolf Brigade, Oberst Mindaugas Petkevicius, in einem Lagebericht in die aktuelle Lage der Kräfte in Rukla ein. Oberstleutnant Daniel Andrä trug über die Integration der kürzlich aus Deutschland eingetroffenen Verstärkungskräfte in der multinationalen Battlegroup vor. Andrä zum Zustand seines multinationalen Gefechtsverbandes: „Wir sind gut ausgebildet und vorbereitet auf alles, was auf uns zukommen kann. Wir leisten einen robusten Beitrag zu einer glaubwürdigen Abschreckung.“

EFP-Battlegroup: Ein verlässlicher Partner

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht vor Soldaten verschiedener Länder an einem Rednerpult.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Pressestatement vor Soldaten der Battlegroup

Bundeswehr/Engler

Die multinationale Battlegroup ist seit 2017 im Rahmen Enhanced Forward Presence im Baltikum präsent. Die Mission dient der Rückversicherung der baltischen Staaten und Polens und der glaubhaften Abschreckung von Bedrohungen des NATO-Bündnisgebietes. Die multinationale Battlegroup in Litauen steht unter deutscher Führung.

Den Abschluss bildete der Austausch des Bundespräsidenten mit dem in Litauen eingesetzten Personal. Im persönlichen Gespräch mit dem Bundespräsidenten hatten die Soldatinnen und Soldaten Gelegenheit, von ihren eigenen Erfahrungen vor Ort zu berichten. Frank-Walter Steinmeier zu den Soldatinnen und Soldaten der Battlegroup: „Ich bin heute nach Rukla gereist, um unseren Soldatinnen und Soldaten zu danken. Sie sorgen dafür, dass wir uns sicher fühlen können. Ich will, dass sie spüren, wie dankbar wir sind.“

von Redaktion Einsatz 

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