EFP: Die Brücke zum Erfolg

EFP: Die Brücke zum Erfolg

  • Einsatz
  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Major Rico L. ist Kompaniechef der deutschen Battle Coy der EFPEnhanced Forward Presence-Battlegroup Litauen. Heute stellt er seine mit Pionieren verstärkte Panzergrenadierkompanie vor eine besondere Herausforderung. Das Szenario lautet: Der Gegner hat die einzige Brücke gesprengt, die der Schützenpanzer Marder überqueren kann. Trotzdem soll der simulierte Kampf gegen gegnerische Kräfte stattfinden. In anderen Worten: Der Fluss muss irgendwie überquert werden.

Neuen Übergang erkunden

Ein Schützenpanzer steht an einer Weggabelung, der Kommandant des Fahrzeugs schaut aus seiner Luke

Oberfeldwebel Marcel T. überwacht mit seinem Schützenpanzer Marder die Übergangsstelle

Bundeswehr/Sven Fischer

Die Situation vor Ort ist nach der Brückensprengung zunächst einmal völlig unklar. Dann kristallisiert sich der Auftrag der gut 30 Soldatinnen und Soldaten des Panzergrenadierzugs sowie der Pioniere der Kompanie heraus: möglichst schnell eine alternative Übergangsstelle finden. Besonders gefordert ist der Kommandant des Schützenpanzers Marder, Oberfeldwebel Marcel T. Als Erstes muss er mit seinem Schützenpanzer und den Panzergrenadieren die mögliche Übergangsstelle erkunden. Zu diesem Zweck geht er mit seinem Schützenpanzer Marder so in Stellung, dass er die Kameradinnen und Kameraden des Schützentrupps mit der 20 Millimeter-Bordmaschinenkanone des Marders effektiv unterstützen kann.

Zusammenspiel von Panzergrenadieren und Pionieren

Ein Soldat kniet auf einem Sandweg und legt eine Sprengladung unter eine Stacheldrahtsperre

Eine gegnerische Sperre wird durch einen Pionier zum Sprengen vorbereitet

Bundeswehr/Sven Fischer

Noch bevor eine gegnerische Sperre mit Sprengmitteln beseitigt werden kann, haben die Panzergrenadiere zu Fuß einen Brückenkopf gebildet. Anschließend prüfen die Erkunder der Pioniere, ob die Übergangsstelle befahrbar und ausreichend stabil ist. Jetzt ist es soweit: Der Brückenlegepanzer Biber kommt zum Einsatz. Der 830 PS starke Biber verfügt über einen Verlegearm, der seine beiden Brückenelemente über das Hindernis schieben kann. Bis zu 20 Meter breite Hindernisse lassen sich auf diese Weise überwinden. Gemeinsam mit dem Kraftfahrer, Stabsunteroffizier Andreas B., fährt der 26-jährige Kommandant, Oberfeldwebel Andreas K., in dem etwa 45 Tonnen schweren Wegbereiter aus der letzten Deckung nach vorne.

„Normalerweise schaffe ich es, die Brücke in unter drei Minuten zu verlegen“, so der bei den Pionieren in Gera dienende Stabsunteroffizier Andreas B. Die heute erkundete Stelle stellt den Biber jedoch vor eine größere Herausforderung. Dennoch gelingt es der erfahrenen Besatzung schließlich, die Brücke zu verlegen.

Belastungsprobe erfolgreich

Ein Soldat weist ein Militärfahrzeug mit Handzeichen über eine behelfsmäßig ausgelegte Schnellbrücke

Hält die Brücke? Ein letzter Belastungstest der Übergangsstelle mit dem Transportpanzer Fuchs

CZE Army/Karel Podlesny

Jetzt unterzieht sich die Schnellbrücke einer letzten Belastungsprobe durch die Pioniererkunder mit dem Transportpanzer Fuchs. Im Anschluss gibt es grünes Licht für die gesamte Panzergrenadierkompanie und die Marder überqueren sicher die Brücke.
Was am Ende derart mühelos aussieht, ist wahrhaftig eine Herausforderung. „Jeder muss sein Handwerk beherrschen. Alles muss aufeinander abgestimmt erfolgen, damit das Vorhaben gelingt“, erläutert der einsatzerfahrene Oberfeldwebel Marcel T. Wie lautet das Fazit der Übung? „Die Übung hat gezeigt, wie das gemeinsame Üben das Vertrauen in die Stärken des jeweils anderen festigt“, zeigen sich Oberfeldwebel Marcel T. und Oberfeldwebel Andreas K. am Ende der Übung zufrieden.


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