EFP: Desinfektion in Zeiten von Corona

EFP: Desinfektion in Zeiten von Corona

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  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
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In der Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) Battlegroup im litauischen Rukla hat es fast 30 Soldatinnen und Soldaten getroffen: Sie haben sich mit COVID-19Coronavirus Disease 2019 infiziert. Um die Gefahr weiterer Ansteckungen zu minimieren, kommt jetzt Sprühdesinfektion zum Einsatz.

Durchhaltevermögen jetzt und in Zukunft

Zwei Soldaten ziehen sich Schutzanzüge an

Das richtige Anlegen der Schutzausrüstung ist enorm wichtig

Bundeswehr/Kai Wernecke

Wenn Hauptmann René J. in den gelben Schutzanzug steigt und die entsprechenden Schutzfilter montiert, ist selbst Unbeteiligten klar: Im Camp Rukla steht eine weitere Desinfektion an. „Unterkunftsräume, Nasszellen oder Büroräume müssen behandelt werden“, erläutert der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehroffizier der Panzergrenadierbrigade 37 aus dem sächsischen Frankenberg seine Aufgabe. Nur so könne die Einsatzbereitschaft des Kontingents, aber auch nachfolgender Kontingente, sichergestellt werden. Bevor es losgehen kann, muss der Einsatz jedoch mit der einheimischen Firma besprochen und die betroffenen Soldatinnen und Soldaten müssen vorab informiert werden. Dazu René J.: „Diese Absprachen sind wichtig, um das Gefahrenpotenzial infolge der Desinfektion gegenüber allen Beteiligten zu minimieren.“

Professionelle Zusammenarbeit

Deutsche und litauische Angehörige der Battlegroup stehen sich gegenüber und besprechen das weitere Vorgehen

Abstand ist das Gebot der Stunde: Besprechung der bevorstehenden Desinfektion mit den litauischen Fachkräften

Bundeswehr/Kai Wernecke

„Nach der Behandlung und Einwirkzeit folgt das Lüften der Gebäude, um eine höchstmögliche Wirksamkeit der eingesetzten Stoffe zu gewährleisten“, erklärt der Zeitsoldat aus der Lutherstadt Wittenberg. Doch zunächst einmal setzen alle Beteiligten ihre Masken auf. Diese weisen einen speziellen Kombinationsfilter auf, der vor entstehenden Gasen schützt. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der litauischen Spezialfirma bringen die Desinfektionsmittel als Aerosole aus, also als feinen Nebel. Auf diese Weise kann das Desinfektionsmittel alle Oberflächen vollständig benetzen. Dass dabei alle Sicherheitsbestimmungen penibel eingehalten werden, auch dafür sorgt Hauptmann J. „Schließlich sollen sich diese Stoffe nicht zusätzlich negativ auf die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten auswirken.“

In Summe hat es bereits fünf große Einsätze zur Oberflächendesinfektion im Camp Rukla gegeben. Weitere sind geplant. So sorgt Hauptmann J. nachhaltig dafür, dass Infrastruktur sowie Führungsmittel der EFPEnhanced Forward Presence Battlegroup weiterhin in vollem Umfang genutzt werden können.

von Stephan Wessel

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