Der Angriff in Litauens Kiefernwäldern geht weiter

Der Angriff in Litauens Kiefernwäldern geht weiter

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Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Die deutschen Grenadiere der Enhanced Forward Presence Battlegroup lösen nach drei Tagen die Stellung der Norweger ab. Am Tag zuvor kam von der Battlegroup der Befehl zum Stellungswechsel. Oberleutnant Markus S., Zugführer der Kampfkompanie, kommt von der Befehlsausgabe im Kompaniegefechtsstand und weist seine Gruppenführer in den neuen Auftrag ein. Der Schwerpunkt – Angreifen mit drei Panzergrenadierzügen und einem Panzerzug. Der entscheidende Moment der Übung „Eiserner Wolf“ im litauischen Pabradė beginnt.

Soldat mit Fernglas auf einem Panzer

Beobachten und Melden: Ein Grenadier schaut mit dem Fernglas, ob sich beim Feind etwas rührt

Bundeswehr/Karsten Dyba

Der litauische Wald hat seine Tücken

Eine Gruppe Soldaten versammelt sich im Wald und betrachtet eine Karte

Befehlsausgabe: Oberleutnant Markus S. (Mitte) erklärt seinen Gruppenführern den Plan für den Einsatz

Bundeswehr/Karsten Dyba

Acht Uhr morgens. Auf dem Gefechtsstreifen der belgischen Infanterie sind die dumpfen Abschüsse der 120-Millimeter-Kanonen zu hören. Der Angriff beginnt. Etwa zwei Stunden später haben die Belgier ihr Angriffsziel erreicht. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass auch im benachbarten Gefechtsstreifen angegriffen werden kann. In drei Wellen sollen drei Kompanien der litauischen mechanisierten Infanteriebrigade über die linke Flanke angreifen und den Feind aus dem gewonnenen Gelände zurückwerfen. „Die Kampfpanzer können hier im Wald ohne uns nicht kämpfen“, erklärt Oberleutnant S. Zwar wirken die vielen Birken und Kiefern recht mager und licht, weshalb das im Baltikum so typische Moos auf dem Waldboden besonders dicht wachsen kann. Doch bietet auch der litauische Wald Tücken – ein Panzer kann nicht manövrieren, wie er will, und jeder versteckte Infanterist wird zur Gefahr. „Unsere Aufgabe ist es, den Panzern zu helfen, hier unbeschadet durchzukommen und sie im Kampf – sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung - zu unterstützen.“ Oberleutnant S. führt dabei vier Schützenpanzer und wenn nötig vier Infanteriegruppen zu Fuß.

Der Gegner wird überrascht und überrollt

Schützenpanzer auf einem Waldweg

Es geht los: Der Schützenpanzer des Zugführers rollt aus seiner Deckung. Im Verlauf des Weges muss der Feind wohl warten

Bundeswehr/Karsten Dyba

Die Niederländer preschen mit ihren Gefechtsfahrzeugen an den Stellungen der Panzergrenadiere vorbei. Kurze Zeit später knallt es. Drei Tage lang lag sein Zug im Wald, verteidigte gegen ein litauisches Bataillon, nachdem die belgische Infanterie dessen Angriff zehn Stunden lang verzögert hatte. „Die Belgier waren in großen Schwierigkeiten“, berichtet der Oberleutnant, „da sind unsere Panzer nach vorne. Das ist es, was die NATONorth Atlantic Treaty Organization hier in Litauen ausmacht: We are strong together!”
Ein seltsames Heulen dröhnt in der Tiefe des Waldes. „Das müssen die ‘Battle-Taxis‘ sein“, schmunzelt einer der Panzergrenadiere. Auf einem Parallelweg nach vorn sind die M113 zu hören, die die Litauer als Schützenpanzer nutzen. Offensichtlich rollt die zweite Welle nach vorn – das Ulanenbataillon „Großfürstin Birutė“ greift an. Für die deutschen Panzergrenadiere heißt das: „Motor an, fertig zum Gefecht!“ Und schon rollt der Marder davon.
Wenige Stunden später wird das Ergebnis klar. Im Gefechtsstand der Battlegroup wird gemeldet: Eine britische Reservistenkompanie leistete heftigen Widerstand, wurde aber von der Wucht des Angriffs überrascht und völlig überrollt.

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Drei Soldaten auf einem Panzer

Grenadiere auf ihrem „Bock“: Fertig zum Stellungswechsel

Bundeswehr/Karsten Dyba
Soldat betrachtet in den Sand gescriebene Buchstaben

In ihren Kampfständen haben die Norweger den Grenadieren eine Botschaft hinterlassen: #WeAreNATO

Bundeswhr/Karsten Dyba
Soldat mit Maschinengewehr

Der MG-Schütze richtet sich in seiner neuen Stellung ein

Bundeswehr/Karsten Dyba

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von Karsten Dyba

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