Abschluss des 11. Kontingents

Der Schutz der NATO-Ostflanke während der Zeitenwende

Der Schutz der NATO-Ostflanke während der Zeitenwende

  • Anerkannte Missionen
  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
3 MIN

Sechs Monate im Einsatz – das 11. Kontingent der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup steht kurz vor dem Abschluss. Unter der Führung von Oberstleutnant Daniel Andrä haben die Soldatinnen und Soldaten der multinationalen Battlegroup ihre Bereitschaft und Fähigkeit bewiesen, jeden Zentimeter des NATO-Gebietes zu verteidigen.

Drei Soldaten reichen sich die Hände

Am 8. Februar 2022 übernahm Oberstleutnant Daniel Andrä das Kommando über die 11. Rotation der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup in Litauen

Bundeswehr/PAO eFP

Der 8. Februar 2022 ist ein Tag, den die Soldatinnen und Soldaten des 11. Kontingents der enhanced Forward Presence Battlegroup Litauen nicht vergessen werden. An diesem Tag übernahm ihr Kommandeur, Oberstleutnant Daniel Andrä, die Führungsverantwortung in Rukla. Es sollten sechs Monate voller Herausforderungen folgen, welche die Soldatinnen und Soldaten aus sechs Nationen mit Entschlossenheit meisterten.
Zum Zeitpunkt der Übernahme im Februar 2022 standen die Kräfte der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup vor historischen und schwierigen Zeiten. Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine befanden sich unmittelbar vor dem Kriegsausbruch auf dem Höhepunkt. Mehr als 100.000 russische Soldaten waren entlang der Grenzen zur Ukraine zusammengezogen worden.

Gestiegene Bedeutung der Präsenz an der NATO-Ostflanke

Mehrere Fahrzeuge fahren auf einer Autobahn in Kolonne

Die Zusätzlichen Kräfte erreichen die eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup in Litauen im Straßenmarsch

Bundeswehr/PAO eFP

„Vom ersten Tag an waren sich die Soldatinnen und Soldaten der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup der gestiegenen Bedeutung ihres Einsatzes an der Ostflanke der NATO bewusst“, berichtet Kontingentführer Oberstleutnant Daniel Andrä. In diesem Bewusstsein begann die Battlegroup mit ihrer ersten zweiwöchigen Übung namens Hunter. 

Bereits kurz nach der Kommandoübernahme in Litauen entschieden die Mitglieder der NATO, gemeinsam die Ostflanke des Verteidigungsbündnisses zu verstärken. Dies bedeutete für das 11. Kontingent die Aufnahme und Eingliederung von Verstärkungskräften, vor allem aus Deutschland. Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 bedeutete auch eine Zeitenwende für die Angehörigen der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup, er machte ihnen die Bedeutung ihrer Präsenz in der Region und die Reichweite ihres Auftrages bewusst.

Herausforderungen gemeinsam meistern

Ein Soldat liegt auf dem Boden und zielt mit seiner Waffe, ein zweiter Soldat hockt daneben

Nationenübergreifendes Training auf dem Schießstand

Bundeswehr/PAO eFP

Die Soldatinnen und Soldaten der Battlegroup in Litauen haben die mentalen und physischen Herausforderungen in allen Übungen erfolgreich gemeistert. Während der zweiwöchigen Übung Rising Griffin wurde das Zusammenspiel der multinationalen Partner und ihrer vielfältigen militärischen Fähigkeiten erstmals in diesem Umfang geübt. Die anschließende Übung Ajax Town, welche  die Soldatinnen und Soldaten in Litauen und die benachbarte Battlegroup aus Lettland gemeinsam absolvierten, war ein weiterer Schritt für die Zertifizierungsübung Iron Wolf , die den Höhepunkt der Gefechtsübungen des 11. Kontingents bildete. Unter Führung der Iron Wolf Brigade wurden Angriff und Verteidigung im hochintensiven Gefecht geübt. Ein litauisches Infanteriebataillon stellte dabei gegnerische Kräfte dar.
Die Zertifizierung bestätigte offiziell, dass die Truppen der eFPenhanced Forward Presence Battlegroup Litauen ihren Kampfauftrag vollumfänglich erfüllen können.

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Kommandeur der enhanced Forward Presence Battlegroup Litauen Oberstleutnant Daniel Andrä

Oberstleutnant Andrä: „Die mit unseren litauischen Verbündeten durchgeführte Übung Iron Wolf hat einmal mehr bewiesen, dass wir alle dasselbe Ziel verfolgen: die Verteidigung jeden Zentimeters des NATO-Bündnisgebietes. Wir sind fähig und bereit, zu kämpfen.“

Ein gutes Gefühl, in dieser Zeit Freunde zu haben

Zwei Soldaten gehen durch den Wald. Vor ihnen befinden sich mehrere große Zelte.

Oberst Petkevičius, Kommandeur der litauischen Iron Wolf Brigade, und Oberstleutnant Andrä, Kommandeur eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup Litauen

Bundeswehr/Lisa Engler

Das Gefechtsschießen Victorious Griffin bildete unter Einbindung aller Fähigkeiten der Battlegroup den erfolgreichen Abschluss des intensiven Trainings- und Übungsrhythmus der vergangenen sechs Monate.

Die Leistung der Soldatinnen und Soldaten wurde zum Abschluss des 11. Kontingents bei einem multinationalen Appell vom Kommandeur der Iron Wolf Brigade, Oberst Mindaugas Petkevičius, mit der Verleihung der litauischen Medaillen gewürdigt. „Der Kommandeur der Iron Wolf Brigade brachte zum Ausdruck, dass es ein gutes Gefühl ist, Freunde zu haben. Gerade in dieser Zeit! Im Namen aller Soldatinnen und Soldaten im multinationalen Verband möchte ich eine klare und einfache Antwort geben: Wir sind für Litauen da – Sie können sich auf uns verlassen“, so Oberstleutnant Daniel Andrä.

von Philipp Hoffmann

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