Flaggschiffwechsel bei SNMGStanding NATO Maritime Group 1

Fregatte „Hessen“ übernimmt von Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“

Fregatte „Hessen“ übernimmt von Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“

Datum:
Ort:
Wilhelmshaven
Lesedauer:
2 MIN

Nach sieben Monaten hat die Besatzung der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ die Aufgaben als Führungsschiff der Very High Readiness Taskgroup  der NATO an die Kameradinnen und Kameraden der Fregatte „Hessen“ übergeben.

Ein Schiff fährt in Richtung einer Ölplattform. Im Hintergrund fliegt ein Flugzeug vorbei.

Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" begibt sich zu Ölplattform vor Norwegen.

Bundeswehr/Archiv

Der Einsatz der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ als Flaggschiff begann am 6. Januar 2023 im niederländischen Den Helder: Hier übernahm Flottillenadmiral Thorsten Marx das Kommando über die Taskgroup. Nach mehr als sieben Monaten im Einsatz, 151 Tagen auf See und 33.000 Seemeilen kehrte die „Mecklenburg-Vorpommern“ am 16. Juli 2023 in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurück.

In den vergangenen Monaten hat der Verband 23 Häfen in elf Ländern besucht. Dabei ging es über die winterliche Arktis und selten besuchte Häfen wie Runavik auf den Färöer-Inseln bis in die östliche Ostsee. Der gesamte Zeitraum war geprägt von anspruchsvollen Ausbildungsprogrammen mit zahlreichen groß angelegten NATO-Manövern und maritimen Operationen in Nord- und Ostsee.

Positives Fazit einer anspruchsvollen Zeit

Ein Flugzeugträger und ein weiteres Schiff in offener See.

Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford Carrier Seite an Seite mit dem deutschen Flaggschiff der SNMGStanding NATO Maritime Group 1 Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“

Bundeswehr/Archiv

Fregattenkapitän Hendrik Wißler, Kommandant der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“, fasst den Einsatz zusammen: „Wir sind mitten im Winter, am 4. Januar 2023, aus Wilhelmshaven ausgelaufen und kommen nun im Sommer zurück, wenn die Tage schon wieder kürzer werden. Die Besatzung blickt mit Stolz auf die Zeit als Verbandsflaggschiff zurück, wir freuen uns jetzt aber auch riesig, wieder zu unseren Familien und Freunden zurückkehren zu können.„

Zu den vielen eindrucksvollen Momenten auf See und in den Häfen zählt für die Besatzung zum einen die gemeinsame Übung mit dem Flugzeugträgerverband USS „Gerald R. Ford“ in der Nordsee. Zum anderen werden auch die Besuche des Obersten NATO-Befehlshabers in Europa, General Cavoli, und des Bundeskanzlers Olaf Scholz an Bord der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ in Erinnerung bleiben. Der Hafenaufenthalt in Helsinki, kurz nach dem Beitritt Finnlands zur NATO, bleibt aufgrund der herzlichen Begrüßung und der positiven Resonanz der finnischen Bevölkerung ebenfalls in bester Erinnerung.

Der Verbandsführer, Flottillenadmiral Thorsten Marx, und der an Bord befindliche multinationale Stab dankten der Besatzung für ihren engagierten Einsatz und betonten, dass sie sich auf die Zusammenarbeit mit der Besatzung der Fregatte „Hessen“ in den nächsten sechs Monaten freuen. Flottillenadmiral Marx befand: „Die Besatzung der Fregatte ,Mecklenburg-Vorpommern‘ hat bei diesem Einsatz ihr großes Leistungsvermögen zur Erfüllung des NATO-Auftrags als Teil der VJTFVery High Readiness Joint Task Force (M)  unter Beweis gestellt. Selbst unter schwierigsten Bedingungen waren sie jederzeit einsatzbereit. Mit Blick auf das Erreichte kann ich sagen – der Einsatz war bislang ein voller Erfolg.„

Das neue Flaggschiff: Fregatte „Hessen“ übernimmt

Ein Schiff liegt an einem Hafen.

Das neue Flaggschiff: die Fregatte übernimmt von Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“

Bundeswehr/PAO SNMG 1

Das nunmehr in Verantwortung stehende neue Flaggschiff Fregatte „Hessen“ war bereits 2019 für die NATO mit der Standing NATO Maritime Group 2 im Einsatz.
Der Kommandant der Fregatte „Hessen“, Fregattenkapitän Volker Kübsch, schaut voraus: „Meine Besatzung und ich sind stolz darauf, für die nächsten sechs Monate das Flaggschiff des Einsatzverbandes zu sein. Ich freue mich auf ein ausgefülltes Programm von Übungen und Manövern. Wir werden die Beziehungen innerhalb des NATO-Bündnisses durch unsere Besuche und den Austausch zwischen Alliierten und Partnern vertiefen. „

von René Prill

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