Wer ist heute „IN“, wer „OUT“?

Ein Tag mit dem Luftumschlagfeldwebel in Sliač

Ein Tag mit dem Luftumschlagfeldwebel in Sliač

Datum:
Ort:
Sliac
Lesedauer:
3 MIN

Es gibt eine Menge zu beachten, wenn Soldatinnen und Soldaten in den Einsatz fliegen – oder aus ihm zurückkehren. Damit letztendlich auch alles Gepäck und jede Person am richtigen Ort ankommt, bedarf es einiger Planung, Steuerung und Arbeit im Hintergrund. Einer, der sich darum kümmert, ist Oberfeldwebel Sayit G., Luftumschlagfeldwebel in Sliač.

Zwei Soldaten unterhalten sich neben einem Bus. Dahinter kontrolliert ein Soldat die Reifen des Busses.

Sayit G. spricht mit dem Kontingentfeldwebel, während im Hintergrund der Reifencheck vor Befahren des Flugfeldes erfolgt

Bundeswehr/Rolf Schäfer
Ein Soldat in Warnweste telefoniert auf einem Flugfeld

Oberfeldwebel Sayit G. trifft die letzten Absprachen unmittelbar vor der Landung eines A400M

Bundeswehr/Rolf Schäfer

Mit dem Handy am Ohr signalisiert Oberfeldwebel Sayit G., dass wir losmüssen. „Der Flug ist früher dran“, gibt er knapp als Erklärung, während er in seinem kleinen schwarzen Dienstwagen zügig Richtung Flugfeld fährt. 
Dort angekommen prüft er die Frachtpapiere und die bereitliegenden „Ha-Ce-Us“ für die Verladung des Gepäcks. „HCU steht für Heavy Cargo Unit“, erklärt Oberfeldwebel Sayit G. auf den fragenden Blick hin und führt weiter aus: „Man könnte es als Absetzplattform beschreiben.“ Danach ist er gleich wieder am Telefon.
Schließlich treffen mehrere Fahrzeuge in Kolonne ein. Darunter auch der Bus mit den Soldatinnen und Soldaten, die ihren Einsatz beendet haben und nach Hause fliegen dürfen. „Wir sprechen dann von PAX. Das kommt aus der Luft- und Seefahrt und steht für ‚persons approximately‘, also ungefähre Anzahl der Passagiere“, ergänzt Sayit G. auf Nachfrage. 
Bevor die Fahrzeuge das Flugfeld überqueren, wird jeder Reifen auf feststeckende Steine oder andere Teile untersucht, die auf dem Flugfeld abfallen und liegen bleiben könnten. Sollten solche Teile vom Sog eines Triebwerkes erfasst werden, könnten sie erhebliche Schäden am Flugzeug oder Schlimmeres verursachen. Diesmal findet sich nichts.

Eine HCU kann rund 4.500kg Gepäck tragen

Eine Soldatin und ein Soldat werfen ein Zurrnetz über das Fluggepäck, das auf einer HCU am Boden liegt

Die Soldatinnen und Soldaten der Luftumschlaggruppe verzurren das Gepäck für den Lufttransport

Bundeswehr/Rolf Schäfer

Noch während Oberfeldwebel Sayit G. die gerade Angekommenen über die Luftgepäckbestimmungen belehrt, geht im Hintergrund die Luftumschlaggruppe eilig ans Werk: Die Rucksäcke, Packtaschen und Seesäcke, die die Soldatinnen und Soldaten mit an Bord nehmen dürfen, müssen auf die HCUs gepackt und gut verzurrt werden. Auch wenn Oberfeldwebel Sayit G. den Großteil des Gepäckes schon vor Tagen auf dem Landweg Richtung Heimat versandt hat, kommt doch noch ein ordentlicher Gepäckberg zusammen.
Während er und sein Team die Gepäckstücke auf die HCU laden, erläutert Hauptfeldwebel Masud M., einer der Luftumschlaggruppe: „Eine HCU kann rund 4.500kg Gepäck tragen.“ Außerdem könne sie mit Fallschirm aus dem Flug heraus abgesetzt werden – bei niedriger Höhe sogar ohne. „Daher auch die offizielle Bezeichnung Absetzplattform 4t.“, fügt er hinzu. Zugleich wuchtet er einen großen Seesack mit einer Leichtigkeit auf die Palette, als wäre es eine Daunendecke. Zügig platziert das Team die Säcke und Taschen dicht an dicht, schließt jede Lücke. Zwinkernd fügt Masud M. hinzu: „Das ist ein bisschen wie Tetris.“

Neuankommer sind „IN„

Soldatinnen und Soldaten verlassen einen gelandeten A400M

Oberfeldwebel Sayit begrüßt die ankommenden IN-PAXe auf dem Flugfeld

Bundeswehr/Rolf Schäfer

Zwischenzeitlich hat der von Norden kommende A400M eine Schleife über das südlich gelegene Zvolen genommen und zur Landung angesetzt. Kaum stehen die Motoren, schreitet Sayit G. zügig Richtung der sich öffnenden Heckklappe.
Die Neuen verlassen den Flieger und werden von Oberfeldwebel Sayit G. nach kurzer Begrüßung vom Flugfeld zum bereits wartenden Bus gebracht. Sobald ihr Gepäck ebenfalls entladen und das Flugfeld wieder frei ist, werden sie zunächst ein IN-Briefing erhalten, dann zu ihren Einheiten verlegt. Sie sind jetzt „IN“ und im Einsatz.

„OUT“ aber glücklich

Mehrere Soldatinnen und Soldaten stehen in einer Reihe vor einem Transportflugzeug mit geöffneter Heckklappe

Oberfeldwebel Sayit G. händigt die nötigen Frachtpapiere an die Crew aus, während die Heimfliegenden darauf warten, den A400M zu betreten

Bundeswehr/Rolf Schäfer

Zwischen Be- und Entladung vergehen nur Minuten. Das Gepäck der IN-PAXe ist noch nicht vollständig auf der Pritsche platziert, da hat die Crew die HCU mit dem Gepäck der Heimatverleger bereits sicher im A400M verzurrt. Oberfeldwebel Sayit G. übergibt nach erneuter Prüfung der Frachtpapiere diese dann auch gleich der Crew.
Jetzt endlich können die Soldatinnen und Soldaten den Flieger betreten. Sie sind jetzt “OUT“, aber sichtlich glücklich.
Kurz darauf starten die Motoren des A400M. Langsam bewegt sich die Maschine zur Rollbahn und beginnt auf dieser zu beschleunigen. Kurz schaut ihr Sayit G. hinterher, dann ist er wieder am Telefon. Der nächste Flug muss koordiniert werden.

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Ein Soldat kontrolliert die Reifen an einem Militärfahrzeug auf Steine bevor er auf das Flugfeld fährt

Ein Feldjäger überprüft seine Reifen auf Steine bevor er auf das Flugfeld fährt

Bundeswehr/Rolf Schäfer
Ein Soldat entfernt Steine aus einem Reifen mit einer Zange

Da muss auch mal die Zange ran: Steine auf dem Flugfeld können Unfälle verursachen

Bundeswehr/Rolf Schäfer
Zwei Soldaten und eine Soldatin bereiten ein Gepäcknetz vor

Das Gepäck der abfliegenden Soldatinnen und Soldaten muss gut gesichert werden. Die Palettencrew bereitet dafür ein Sicherungsnetz vor.

Bundeswehr/Rolf Schäfer
Ein Soldat in Warnweste verzurrt das Gepäck

Alle achten darauf, dass das Gepäck gut verzurrt wird.

Bundeswehr/Rolf Schäfer
Eine HCU mit Gepäck wird in einen A400M verladen

Bevor die Soldatinnen und Soldaten nach Hause fliegen können, wird das gut gesicherte Gepäck in den A400M verladen. Dann kann es endlich losgehen - Richtung Heimat.

Bundeswehr/Rolf Schäfer

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von Rolf Schäfer

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