Bodendienstgeräteinstandsetzer

Verantwortlich für die materielle Einsatzbereitschaft in der Slowakei

Verantwortlich für die materielle Einsatzbereitschaft in der Slowakei

  • Anerkannte Missionen
  • eVA
Datum:
Ort:
Sliac
Lesedauer:
2 MIN

Die Kräfte der Flugabwehrraketentruppe, die zum größten Teil aus Husum kommen, haben mit der ersten Einsatzstaffel im März Sliač, das im Zentrum der Slowakei liegt, erreicht. Nach der vier Tage dauernden und rund 1.800 Kilometer langen Fahrt benötigten rund 170 Fahrzeuge eine gründliche Überprüfung. Ein Job für die Bodendienstgeräteinstandsetzung.

Zwei Soldaten machen einen Ölwechsel an einem Stromerzeuger

Zwei Instandsetzungssoldaten führen einen Ölwechsel am Stromerzeuger Generator 15 Kilowatt durch

Bundeswehr/Christian Schneider

Nach der Ankunft mussten natürlich alle Fahrzeuge überprüft werden. Dies ist Aufgabe der Bodendienstgeräteinstandsetzung. Hauptfeldwebel Marc. A (37) und Oberstabsgefreiter Ronny L. (34) sind Angehörige dieses Bereiches und koordinieren die Überprüfung der gesamten Elektronik der Fahrzeuge. Daneben gibt es die Kontrollbereiche „Fernmelde“ und „Mechanik“. Allen voran steht die Arbeitsvorbereitung, hierbei werden besonders die Wartungsintervalle und die zu prüfenden Bereiche an und in den Fahrzeugen im Blick behalten. „Das ist vergleichbar mit einem Werkstattbesuch“, erklärt Marc A. „Dort wird auch erst mal das Fahrzeug ausgelesen und mit den beim aktuellen Kilometerstand zu leistenden Überprüfungen abgeglichen.“

Nach fest kommt ab

Ein Soldat prüft Öl mithilfe eines Ölmessstabes

Oberstabsgefreiter Ronny L. kontrolliert den Ölstand im Stromerzeugeraggregat

Bundeswehr/Christian Schneider

Die Fachausbildung der Portepeeunteroffiziere für diese Qualifikationen dauert rund zweieinhalb Jahre. „Hier sind so viele verschiedene Dinge zu prüfen und zu warten, das zeigt, dass erst die Praxiserfahrung im Einsatz die Ausbildung abrundet“, erzählt Marc A. Heute ist ein Stromerzeugeraggregat 15 Kilowatt eingetroffen. Zuerst geht der Hauptfeldwebel mit seinem Team die häufigsten Fehlerquellen an: „Durch die lange Fahrt und die Erschütterungen müssen alle verschraubten Teile auf festen Sitz überprüft werden. Dabei sollte man nie zu fest anziehen.“ Durch die oft großen Temperaturschwankungen werden alle Verbindungen und Kontakte zusätzlich beansprucht.

Einmal an jede Klappe

Ein Soldat pustet Staub von einer Dichtung

Auch feinster Staub muss von der Dichtung des Luftfilters entfernt werden

Bundeswehr/Christian Schneider

Ronny L. nimmt sich den kompakten Anhänger vor. Nach Ablassen des Öls werden Luft- und Ölfilter getauscht. Alles geht durch seine Hände und nichts entgeht seinem Blick. Genau wie ein ziviles Fahrzeug muss auch das Bundeswehr-Aggregat alle zwei Jahre zur technischen Durchsicht, „oder nach 500 Betriebsstunden, was hier deutlich eher erreicht ist“, grinst Ronny L., während er den Staub von einer Dichtung pustet. Nach dem Rundum-Check wird neues Öl eingefüllt und der Ölstand gemessen, bevor die elektrische Spannung aller Anlagen überprüft wird.

Prüfung erfolgreich

Hauptfeldwebel Marc A. setzt das Prüfgerät nacheinander an alle Kontakte, die Spannung sollte nahe Null sein. Das ist auch in allen Bereichen der Fall und so kann die Prüfung in der vorschriftsmäßig vorgegebenen Zeit beendet werden. Das liegt zum großen Teil auch daran, dass das Kontingent ausreichend Ersatzteile mitgeführt hat, die sich im Einsatz im Hauptlager befinden. Nichtsdestotrotz ist auch dessen Bestand regelmäßig zu kontrollieren, sodass der Nachschub aus Deutschland rechtzeitig in die Wege geleitet werden kann. So hat das Kontingent, das nunmehr aus zwei deutschen und einer niederländischen Staffel besteht, den Bedarf nach einem dritten Straßentankwagen bereits angekündigt, denn die Generatoren verbrauchen für alle Fahrzeuge täglich mehr als 1.000 Liter Diesel.

von Christian Schneider

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