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Strom für das Camp Simakov Laz in der Slowakei

Strom für das Camp Simakov Laz in der Slowakei

Datum:
Ort:
Lešť
Lesedauer:
2 MIN

Strom ist aus dem Alltag der westlichen Welt nicht mehr wegzudenken – egal ob Wecker, Kaffeemaschine oder Auto. Strom gestaltet das Leben angenehmer, ermöglicht den Einsatz moderner Technik und hält uns mobil. Auch im Einsatz ist Strom essenziell. Doch wo kommt der Strom eigentlich her, wenn kein Anschluss an das örtliche Stromnetz verfügbar ist? 

Vier Seecontainer, in denen sich die Dieselgeneratoren befinden, stehen nebeneinander. Dazwischen liegen dicke Stromkabel.

Eine Stromzone, bestehend aus bis zu fünf Dieselgeneratoren, versorgt das Camp Simakov Laz in der Slowakei mit Strom. Dieser wird sowohl für die Büros, die Küche im Betreuungszelt, den Duschcontainer als auch für die Wohncontainer genutzt.

Bundeswehr/Dominik Lennartz

Im Camp Simakov Laz unterhält die Bundeswehr zu diesem Zweck eine sogenannte Stromzone. Diese kann aus bis zu fünf Dieselgeneratoren bestehen. Außerdem gehören ein Dieseltank zur Kraftstoffversorgung sowie ein Stromverteilercontainer dazu. Letzterer ist zum Einspeisen des erzeugten Stroms in das Netz des Camps notwendig. Er kann je nach Bedarf selbständig Generatoren abschalten oder hinzuschalten. Alle Komponenten sind als Seecontainer geplant, was eine maximale Verlegefähigkeit des Geräts garantiert. Einige Seecontainer als Lager für Kabel, Ersatzteile sowie Betriebs- und Schmierstoffe runden das Komplettpaket ab.

Alle 250 Betriebsstunden ist die Wartung dran 

Ein Mann steht im Container am Motor des Dieselgenerators und füllt Öl nach einem Ölwechsel nach

Nach 250 Betriebsstunden heißt es: „Motor aus!“ Ein anderer Generator in der Stromzone übernimmt und der Stabsunteroffizier für das Stromerzeugungsaggregat führt zusammen mit dem Elektriker die Wartung des Generators aus.

Bundeswehr/Dominik Lennartz

Damit alles zuverlässig läuft und die Versorgung des Camps mit Strom jederzeit sichergestellt ist, müssen die Generatoren regelmäßig gewartet werden. Man kann es sich ähnlich wie bei einem Auto vorstellen, welches nach 100.000 Kilometern zur Inspektion muss. Bei den Generatoren geht es jedoch nicht nach Kilometern, sondern nach Betriebsstunden. Nach 250 Betriebsstunden bekommt der Dieselgenerator einen neuen Luftfilter, einen neuen Ölfilter sowie frisches Öl. Bis zu 43 Liter werden bei einem einzigen Ölwechsel ausgetauscht. Anschließend wird nochmals alles auf Dichtigkeit überprüft.

Power on: Nach der Wartung kommt die Probe

Der Elektriker steht am Dieselgenerator und drückt einen Knopf. Auf dem Display der Steuereinheit erscheinen Daten.

Wenn alle Wartungsmaßnahmen durchgeführt wurden, wird der Generator gestartet. Läuft der Motor rund? Das zeigt nur der Praxistest. Am Bedienelement können alle Daten der Sensoren abgerufen werden.

Bundeswehr/Dominik Lennartz

Die Soldaten haben alle Wartungsarbeiten durchgeführt und alles ist dicht. Jetzt machen sie die Probe aufs Exempel. An der Steuereinheit des Dieselgenerators überprüfen sie noch schnell alle Anzeigen und Daten, dann heißt es: Gehörschutz auf und Motor an. Unter lautem Getöse beginnt der riesige Dieselgenerator seinen Dienst. Wieder werden die Daten überprüft. Läuft alles so, wie es soll? Hört man vielleicht ein Klappern der Ventile? Eine kurze Hörprobe sowie eine Analyse der Daten ergeben, dass alles bestens ist. Der Generator wird wieder ausgeschaltet und das Öl wird ein letztes Mal überprüft.

Gut geschmiert läuft der Motor fehlerfrei

Ein Soldat steht vor dem Dieselgenerator und hat einen Peilstab und ein Papiertuch in der Hand. Er liest den Ölstand ab.

Man kennt es vom eigenen Auto, der Motor braucht Öl. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Beides wäre schädlich für den Motor. Überprüft wird der Ölstand daher mit einem Peilstab. Mit diesem kann der Stand in der Ölwanne gemessen werden.

Bundeswehr/Dominik Lennartz

Ein bisschen Öl kann der Motor noch vertragen, dann reicht es aber auch. Der Container wird verschlossen und der Generator bleibt erst mal aus. Sollte wieder mehr Strom benötigt werden, kann er sofort einspringen und die anderen Generatoren unterstützen. Die nächsten 250 Betriebsstunden muss an diesem Generator nichts mehr gemacht werden. Die reibungslose Stromversorgung des Camps Simakov Laz ist damit sichergestellt und die beiden Kameraden können sich wieder anderen Aufgaben widmen – sei es dem Warten weiterer Generatoren oder dem Überprüfen der Verteilerkästen im Camp. Zu tun gibt es für die Männer genug.

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Ein Soldat hält einen neuen sauberen Luftfilter in der Hand und blickt in die Kamera. Der Filter ist zylindrisch geformt.

Ein Luftfilter aus dem Auto ist vielleicht manch einem bekannt. Der Luftfilter für den Dieselgenerator ist jedoch um einiges größer als der Luftfilter im heimischen Pkw.

Bundeswehr/Dominik Lennartz
Ein Soldat setzt einen neuen sauberen Luftfilter in den Dieselgenerator ein. Dieser ist rund und zylindrisch geformt.

Der neue Luftfilter wird in den Dieselgenerator eingesetzt. Noch ist dieser schön hell und sauber. Nach 250 Betriebsstunden wird das allerdings anders aussehen.

Bundeswehr/Dominik Lennartz
Viele dicke Stromkabel liegen fein säuberlich aufgereiht nebeneinander auf dem Schotterboden im Camp

Fein säuberlich aneinandergereiht laufen sie wie Lebensadern durch das Camp. Die Stromkabel verteilen den erzeugten Strom im gesamten Camp Simakov Laz.

Bundeswehr/Dominik Lennartz
Ein großer Dieseltank als Seecontainer. An der Seite ist eine Leiter und oben ein Geländer. Es sind Leitungen angeschlossen.

Für die Kraftstoffversorgung der Dieselgeneratoren steht ein Dieseltank in der Stromzone. Dieser ist über Leitungen mit den Generatoren verbunden. Sobald ein Generator anspringt, kann er sich selbständig Kraftstoff abpumpen.

Bundeswehr/Dominik Lennartz
Ein Soldat kniet neben den Anschlüssen der Dieselgeneratoren auf dem Dach des Dieseltanks.

Bis zu fünf Dieselgeneratoren können mit einem Tank versorgt werden. Über die Leitungen können sich die angeschlossenen Generatoren selbständig versorgen. Je nach Temperatur kann der Diesel im Tank auch beheizt werden, damit er nicht einfriert.

Bundeswehr/Dominik Lennartz

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von Dominik Lennartz

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