Ein Soldat steht vor einer Bürocontainertür und schaut in die Kamera
Fregattenkapitän Michael Langhof
Nicht nur das Material war in der Gewalt der Piraten, gleichermaßen waren ebenso die Menschen, die zur Schiffsbesatzung gehörten, als Geiseln in deren Händen. Meistens wurde damals Lösegeld von den Reedereien bezahlt, um die Handelsschiffe nach monatelangen Verhandlungen auszulösen. Seit 2012 ist die Zahl der Piratenangriffe rückläufig. Nach 2017 konnten die Piraten kein Schiff mehr erfolgreich in ihre Gewalt bringen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Die Reedereien setzten immer mehr auf bessere Sicherheitsvorkehrungen wie zum Bespiel das Meiden der somalischen Küstengewässer unter Nutzung des IRTC (International Recommended Transit Corridor) im Golf von Aden, das Verlegen von Stacheldraht um die Schiffswand herum oder den Einsatz von bewaffnete Sicherheitsteams. Zivile internationale Organisationen setzten sich vor Ort für die Stabilisation ein.