Atalanta: Letzte Vorbereitungen für den Abtransport

Atalanta: Letzte Vorbereitungen für den Abtransport

  • Einsatz
  • Atalanta
Datum:
Ort:
Dschibuti
Lesedauer:
2 MIN

Ein Kapitel schließt sich: Nach 18 Jahren endet die Stationierung deutscher Soldatinnen und Soldaten am Horn von Afrika. 2002 begann diese mit der Operation Enduring Freedom und dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Als 2008 der erste Marineverband der Europäischen Union aufgestellt wurde, änderte sich der Auftrag. In den Fokus rückten der Schutz der Schiffe des World Food Programme sowie die Bekämpfung von Piraterie am Horn von Afrika.

Ein Soldat verzurrt ein Serverrack

Auch ein Serverschrank macht sich auf die Reise, die Soldaten verpacken ihn gewissenhaft

Bundeswehr/Dirk Jechow

Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, die deutsche Beteiligung an der Operation Atlanta anzupassen, änderte sich der Auftrag für die Soldatinnen und Soldaten in Dschibuti erneut. Es galt, den Rücktransport jeglichen Materials und Personals nach Deutschland zu planen, vorzubereiten sowie durchzuführen. Zum Glück haben die Frauen und Männer des 31. Deutschen Einsatzkontingents Atalanta bereits Anfang dieses Jahres hoch professionell mit den zahlreichen Aufgaben begonnen. Auf diese Weise haben sie den Kameradinnen und Kameraden des 32. Kontingents einen nicht allzu langen Aufgabenzettel übergeben. Als Erstes hat sich der Kontingentführer, Fregattenkapitän Michael Langhof, einen Überblick über die ausstehenden Aufgaben verschafft.

Abbau mit Augenmaß

Ein Soldat gibt Daten in einen Laptop ein

Auch während des Abbaus müssen alle Geräte erfasst werden

Der Kontingentführer geht mit seinen Frauen und Männern engagiert die verbleibenden Aufgaben an. Hierzu zählt vor allem, das noch vor Ort befindliche Material zu verpacken und für den Rücktransport vorzubereiten. In allen Bereichen des Kontingents befindet sich noch Material, das gemäß den Vorgaben aus Deutschland abgebaut und verlegt werden muss. Vor allem der ITInformationstechnik-Bereich ist gefordert. Nach und nach werden die verschiedenen ITInformationstechnik-Systeme vom Netz genommen. „Die Vorgehensweise muss dabei gut durchdacht sein, da bestimmte Funktionalitäten der Führungsunterstützung bis zum Ende der Rückverlegung zur Auftragserfüllung benötigt werden“, erklärt der Kontingentführer.

Übergabe und Zusammenarbeit

Ein Gabelstapler hebt einen Container auf einen Truck

Die Taucherdruckkammer wird mithilfe der französischen Kameraden abtransportiert

Bundeswehr/Dirk Jechow

Nach einer gründlichen Abwägung stellt sich heraus: Für einen großen Teil der Container ist es nicht wirtschaftlich, diese kostspielig nach Deutschland zurückzuführen. Damit kann ein wesentlicher Punkt von der Arbeitsliste gestrichen werden, die Container werden zum großen Teil an die französischen Streitkräfte abgegeben. Der logistische Aufwand reduziert sich dadurch deutlich. Die Taucherdruckkammer, eine der modernsten auf der Welt, wird allerdings nicht in Dschibuti verbleiben. In Zusammenarbeit mit den französischen Streitkräften wird diese für den Lufttransport vorbereitet und von ihrem Aufstellungsort an den deutschen Hangar transportiert. Nachdem der Transfer der Taucherdruckkammer beendet ist, sind fast alle Vorbereitungen für den anstehenden Lufttransport abgeschlossen – und der erfolgreichen Erledigung des Auftrags des 32. Deutschen Einsatzkontingents steht so gut wie nichts mehr im Wege.

von Dirk Jechow

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