„Ludwigshafen am Rhein“: jederzeit bereit zu helfen!

„Ludwigshafen am Rhein“: jederzeit bereit zu helfen!

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Ort:
in See
Lesedauer:
2 MIN

Vor dem Bug der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ liegen strahlend die Hochhäuser der libanesischen Hauptstadt. Normalerweise würden die Hafenanlagen von Beirut ihren Beitrag zu diesem Lichtermeer leisten. Doch seit vor einigen Tagen die Explosion eines Gefahrgutlagers einen Großteil des Hafens zerstört hat, klafft dort eine schwarze Wunde. Die Katastrophe im Libanon war der Grund dafür, dass die Korvette eine Zeit lang wenige Seemeilen vor der Stadt ihre Kreise zog – obwohl ihr reguläres Überwachungsgebiet weit vor der libanesischen Küste liegt.

Erste Hilfsmaßnahmen an Bord

Vier Besatzungsmitglieder auf dem Flugdeck der Korvette

Der Helikopter muss innerhalb von 30 Minuten landen können

Bundeswehr/PAO UNIFIL

Die Besatzung der Korvette reagierte umgehend auf die Notsituation und stellte Tag und Nacht ihre Fähigkeiten zur Verfügung, um in enger Abstimmung mit dem Verteidigungsattaché in Beirut im Bedarfsfall sofort unterstützen zu können. Um den Auftrag zu erfüllen, wurden verschiedene Maßnahmen an Bord getroffen, unter anderem ergänzten ein Militärpfarrer sowie ein medizinisches Team die Besatzung. Die Mediziner richteten an Bord weitere Verbandsplätze ein, um sowohl leicht- als auch schwerverletzte Personen versorgen und für die Aufnahme in Krankenhäusern vorbereiten zu können. Zu diesem Zweck war es unerlässlich, das Schiff klar für den Flugbetrieb zu halten. Das bedeutet, dass ein Helikopter innerhalb von 30 Minuten auf dem Flugdeck am Heck der Korvette landen kann, um Verletzte an das medizinische Personal zu übergeben.

Eine sichere Verbindung zum Festland

Vier Soldaten an Deck der Korvette, im Hintergrund ein Einsatzboot

Die Soldaten bereiten sich und das Einsatzboot auf einen möglichen Einsatz vor

Bundeswehr/PAO UNIFIL

Darüber hinaus wurde aus den Besatzungsmitgliedern ein Einsatzteam zusammengestellt. Damit wurde die Korvette in die Lage versetzt, im Bedarfsfall mithilfe des Einsatzbootes Verbindung mit weiteren Hilfskräften an Land aufzunehmen. Durch diese Maßnahmen wurde das Team auch darauf vorbereitet zu beurteilen, ob und wo die Korvette am besten im Hafen von Beirut anlegen kann – ohne dass das Schiff und seine Besatzung unnötigen Gefahren ausgesetzt würden. „Die Situation in Beirut ist tragisch und kompliziert zugleich“, sagt Fregattenkapitän Thorsten V., Kommandant der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“. „Trotzdem haben wir uns als Besatzung bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereitet. Wir sind jederzeit bereit zu helfen“, so der Kommandant.

Das Team der Korvette behält die Lage im Blick

Vier Soldaten des Hilfsteams stehen im Kreis zusammen und besprechen die aktuelle Lage

Die Führungskräfte der Hilfsteams stehen im regelmäßigen Austausch und besprechen die aktuelle Lage

Sebastian Henkel

Auch wenn die Korvette inzwischen wieder auf regulärer Patrouille im Überwachungsgebiet unterwegs ist: Das Angebot zur Hilfe besteht weiterhin, die Besatzung bleibt Tag und Nacht wachsam. Sie wird auch in den kommenden Wochen und Monaten bereit sein, ihre helfende Hand nach Beirut auszustrecken und so ihren Teil zur Wiederherstellung der Ordnung in der Stadt zu leisten.

Der Kontingentführer, Fregattenkapitän Tippner, zeigt sich nach Abschluss des Einsatzes zufrieden. „Wir waren durch den Einsatz der Korvette in der Lage, schnell zu reagieren, eine Aufklärungsfähigkeit vor Ort sicherzustellen, Unterstützung für die vor Ort eingesetzten Hilfskräfte bereitzustellen und diese gegebenenfalls auch zu schützen. Hierdurch haben wir in meinen Augen einen wertvollen Beitrag zu den vielfältigen Hilfsmaßnahmen an Land leisten können. Ich bin stolz auf die gezeigte Teamleistung.“

von PAO UNIFIL

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