Jordanien: Rückkehr nach Deutschland

Jordanien: Rückkehr nach Deutschland

  • Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Al-Asrak
Lesedauer:
3 MIN

Nach bis zu sechs Monaten im Einsatz bei Counter Daesh/Capacity Building Iraq geht es für die Kontingentangehörigen wieder zurück in die Heimat. Während ihres Einsatzes haben sie viele Erfahrungen gesammelt und aus Kameradinnen und Kameraden wurden Freunde. Für viele Soldatinnen und Soldaten ist die Zeit im Einsatz sehr prägend. Dabei ist es ganz egal, um welchen Einsatz es sich handelt. Nachdem alles an die Nachfolger übergeben wurde, ist es endlich soweit: Der Tag des Abfluges ist da!

Einsatzende mit dem Blick gen Heimat

Ein Sonnenuntergang hinter einem Baum

Eine schöne Erinnerung aus dem Einsatz: der Sonnenuntergang in der jordanischen Wüste

Bundeswehr/ PAO CD/CBI

Nach den Monaten im Auslandseinsatz haben die Kontingentangehörigen ihr Einsatzende erreicht und bereiten sich jetzt auf ihre Rückkehr nach Deutschland vor. Für jede und jeden sind damit ganz unterschiedliche Gefühle verbunden. Im Vordergrund steht sicherlich die Vorfreude, endlich wieder nach Hause zu kommen und in Kürze Familie und Freunde wiederzusehen. Andererseits bedeutet das Einsatzende auch die Trennung von den Kameradinnen und Kameraden – die nicht selten zu Freunden wurden und einander auch in den schweren Stunden des Einsatzes zur Seite standen.

Persönliches Gepäck unter der Lupe

Ein Seesack liegt auf dem Transportband vor der Röntgenanlage

Es ist Aufgabe der Einsatzzelle der Feldjäger, das unbegleitete Gepäck zu kontrollieren

Bundeswehr/PAO CD/CBI

Zwei Tage vor dem Abflug oder – wie es die Kontingentangehörigen nennen – dem „Out“ wird das unbegleitete Gepäck kontrolliert. Dies ist eine Aufgabe für die Einsatzzelle der Feldjäger. Hierbei führen sie jene lufthoheitlichen Tätigkeiten aus, die auch an jedem zivilen Flughafen wahrgenommen werden. Alle Soldatinnen und Soldaten bringen ihr Gepäck persönlich zur Kontrollstation und die Spezialisten der Feldjäger röntgen jedes Gepäckstück. Im Anschluss werden die Kisten oder Seesäcke zum Hauptlager transportiert und durch den Luftumschlagzug für den sicheren Lufttransport vorbereitet.


Feldpost für Familie und Freunde

In einer Postkiste werden Briefe und Postkarten durch die Röntgenanlage transportiert

Daran führt kein Weg vorbei: Auch Briefe und Postkarten müssen durch die Röntgenkontrolle

Bundeswehr/PAO CD/CBI

Viele Kontingentangehörige entdecken im Einsatz das Schreiben von Briefen oder Postkarten für sich persönlich neu. Neben all der elektronischen Post via E-Mail oder Kurznachricht mit dem Handy gewinnt das persönlich geschriebene Wort wieder an Bedeutung. Mit Liebe werden Päckchen oder Pakete mit kleinen Aufmerksamkeiten gepackt und im Feldpostamt aufgegeben. Auch diese Postsendungen müssen durch die Feldjäger geröntgt werden. Im Anschluss versiegelt das Team der Feldpoststelle die Transportkiste mit all den Briefen, Postkarten und Päckchen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Postgeheimnis gewahrt bleibt.

Auch Material fliegt mit

Ein Gabelstapler transportiert eine mit Material beladene Schwerlastpalette im Heckbereich eines Transportflugzeuges

In Jordanien wird ein Gabelstapler als Umschlaggerät eingesetzt, hier transportiert er eine mit Material beladene Schwerlastpalette

Bundeswehr/PAO CD/CBI

In der Materialbewirtschaftung der Bundeswehr ist es üblich, dass Altteile zurückgeführt werden. Oftmals ist eine Reparatur möglich und ein repariertes Teil kann erneut verwendet werden. Dazu wird es über den Nachschub an das Hauptlager abgegeben und die Truppe der Material-Disposition erstellt alle begleitenden Belege. Im Anschluss wird das Material für den Lufttransport beziehungsweise Rücktransport nach Deutschland bei Annahme und Versand angemeldet. Es werden die Frachtpapiere erstellt und die Luftfrachtsicherheit wird sichergestellt. Am Ende übernimmt wieder der Luftumschlagzug und belädt die Schwerlastpaletten.


Abflug nach Hause

Zwei Soldaten halten Bänder in den Händen und stehen unter dem Triebwerk eines Airbus A400M

Die Propellerhalterung schützt den Propeller vor Schäden, die durch Wind entstehen könnten

Bundeswehr/PAO CD/CBI

Bei den Abfliegenden mischen sich indessen die Gefühle des Abschieds mit der Vorfreude auf die Lieben zu Hause. Alle Heimflieger werden aus dem Kontingent verabschiedet. Vor der Abfahrt zur Maschine geht es ein letztes Mal durch die Sicherheitskontrolle. Danach steigen alle in den Bus und endlich kann es zur abflugbereiten Maschine gehen. In der Zwischenzeit haben die Spezialisten des Luftumschlagzugs in Zusammenarbeit mit dem Technischen Ladungsmeister der Maschine alle Gepäckstücke verladen.

Ein Airbus A400M am Himmel, die Sonne scheint

Geschafft: Der Airbus A400M startet vom Jordanischen Luftwaffenstützpunkt in Richtung Deutschland

Bundeswehr/PAO CD/CBI

Parallel dazu bereitet die Bodencrew, bestehend aus den A400M-Technikern, die Maschine für den Abflug vor. Zu diesem Zweck werden die Lufteinlaufabdeckungen von den Triebwerken entfernt, welche die Triebwerke vor Verschmutzungen während der Stehzeit am Boden schützen. Wenn bei der Vorfluginspektion keine Fehler gefunden werden, wird die Maschine als technisch startklar an die Flugbesatzung gemeldet. Der Airbus A400M steht nun bereit, um mit den Einsatzrückkehrenden pünktlich in Richtung Deutschland abzuheben. Dort warten Familie, Freunde oder Kameradinnen und Kameraden bereits sehnsüchtig auf die Heimkehrenden.  

von PAO CD/CBI

Mehr zum Thema