EUTM: „Die ITler von Koulikoro“

EUTM: „Die ITler von Koulikoro“

  • Einsatz
  • EUTM Mali
Datum:
Ort:
Koulikoro
Lesedauer:
2 MIN

Dieser Artikel ist vor mehreren Tagen entstanden. Wegen der aktuellen COVID-19Coronavirus Disease 2019 Lage, wurden Art und Umfang der Aufträge in den einzelnen Kontingenten und Missionen gegebenenfalls bereits angepasst.

Rund um die Uhr im Einsatz: Die ITler bei der Europäischen Trainingsmission (EUTMEuropean Union Training Mission) in Mali. Dank ihnen steht die Verbindung sowohl im Einsatz als auch nach Deutschland. Eine Menge Arbeit, aber das Team aus dem „Funkerbunker“ hat jederzeit ein offenes Ohr für die Nutzerinnen und Nutzer.

Mit Sicherheit gut verbunden

Das achtköpfige Team der Fernmeldezentrale, im Hintergrund der Niger

Zwar entstehen zurzeit wegen COVID-19Coronavirus Disease 2019 keine Gruppenfotos mehr, doch das Team der Fernmeldezentrale ist immer noch erreichbar

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Die Chefin und ihr Team von sieben Männern. Bei der Fernmeldezentrale am Koulikoro Training Center (KTCKoulikoro Training Center) handelt es sich um einen eingeschworenen Haufen. Bei ITInformationstechnik-Problemen stehen sie jederzeit als User-Helpdesk mit Rat und Tat zur Seite. Was jeder Endnutzer sofort unterschreiben würde, bestätigt auch Hauptmann Sabrina W., Leiterin der Fernmeldezentrale, schmunzelnd: „Manchmal ist aber nicht die Technik das Problem, sondern es sitzt vor dem Bildschirm.“ Gut gelaunt fügt sie hinzu, dass sie ja genau aus diesem Grund da seien. Sie und ihr Team kümmern sich beispielsweise um die technische Anbindung der Nutzerinnen und Nutzer an E-Mail, Intranet sowie Internet. Außerdem sorgen sie dafür, dass alle telefonisch erreichbar sind. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, die Informationssicherheit nach außen zu gewährleisten.

Profis unter sich

An einem Schaltschrank werden die Kabelverbindungen der Satellitenkommunikationsanlage überprüft

Regelmäßig müssen die Kabelverbindungen an der Satellitenkommunikationsanlage überprüft werden

Bundeswehr/Sebastian Vogt

In seinem jeweiligen Fachgebiet ist jede und jeder ein ausgewiesener Profi und unverzichtbar. Sollte zum Beispiel die reguläre ITInformationstechnik-Anbindung ausfallen, wird die Verbindung nach Deutschland mittels Satellitenkommunikation überbrückt. So ist sichergestellt, dass die Führungsfähigkeit des deutschen Einsatzkontingents EUTMEuropean Union Training Mission Mali zu jeder Zeit gegeben ist. Beispielsweise gehört es zur Routine der ITler zu überprüfen, dass sämtliche technische Anlagen uneingeschränkt funktionieren. Mit dem Abbau der deutschen Sanitätseinrichtung Role 2 mussten im KTCKoulikoro Training Center kilometerweise Kabel neu verlegt werden – auch das ist eine Aufgabe des Funkerbunkers.

Hitze und Staub setzen Mensch und Material zu

Ein deutscher Soldat und eine deutsche Soldatin warten die Satellitenkommunikationsanlage in Koulikoro

Im Kampf gegen den Staub: Regelmäßiges Reinigen und Warten gehört ebenso zu den Tätigkeiten der ITler

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Die klimatischen Bedingungen in Mali sind dabei eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine. Hohe Temperaturen von mehr als 40 Grad sind keine Seltenheit und bringen beide gleichermaßen an ihre Leistungsgrenzen. Zudem setzt sich permanent feiner Staub und Sand, der hier in Koulikoro in der Luft liegt, überall in den Anlagen fest. Das kann im schlimmsten Fall die Kühlung der jeweiligen Systeme beeinträchtigen. Deshalb gilt hier in ganz besonderem Maße: Eine regelmäßige und gründliche Wartung aller vorhandenen Systeme ist das A und O.

Ein Team für alle (ITInformationstechnik)-Fälle

Acht deutsche Soldaten stehen mit dem Rücken zur Kamera und springen in die Höhe, im Hintergrund der Niger

Gut gelaunt bei der Arbeit: Die Kameradinnen und Kameraden aus dem Funkerbunker sind ein eingeschworenes Team

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Die Kameradinnen und Kameraden aus dem Funkerbunker sind ein eingespieltes Team. Sowohl dienstlich als auch privat kommen alle ausgezeichnet miteinander aus. Teamgeist wird hier großgeschrieben: Alle packen an, wo sie können, und unterstützen die anderen bei ihrer Tätigkeit. Dabei ist es ein gutes Zeichen, wenn man den Funkerbunker gar nicht erst wahrnimmt. „Wenn alle Systeme einwandfrei funktionieren, fällt fast keinem auf, dass es uns überhaupt gibt – aber wehe, wenn nicht!“, lacht Hauptmann Sabrina W. Eines ist sicher: Auch in Zukunft wird der Funkerbunker zuverlässig und gut gelaunt dazu beitragen, dass die Führungsfähigkeit der EUTMEuropean Union Training Mission in Mali gewährleistet ist.

von Sebastian  Vogt

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