EUTM: Der Abbau nimmt Fahrt auf

EUTM: Der Abbau nimmt Fahrt auf

  • Einsatz
  • EUTM Mali
Datum:
Ort:
Koulikoro
Lesedauer:
2 MIN

Dieser Artikel ist vor mehreren Tagen entstanden. Wegen der aktuellen COVID-19Coronavirus Disease 2019 Lage, wurden Art und Umfang der Aufträge in den einzelnen Kontingenten und Missionen gegebenenfalls bereits angepasst.

So weit das Auge reicht: Überall werden Zelte und Container verpackt. Jegliches Material wird luftfrachtsicher oder seeverladefähig in Containern verstaut. Schnell wird deutlich: Die Kameradinnen und Kameraden vom Sanitätsregiment 1 aus Weißenfels sind Profis und bauen nicht zum ersten Mal eine solche Einrichtung ab. Die Arbeiten gehen Hand in Hand mit den Soldatinnen und Soldaten vom Materialwirtschaftszentrum Einsatz in Hesedorf. In Rekordzeit werden Veränderungen auf dem Gelände der Role 2 sichtbar.

Tag für Tag geht es voran

Zeltstangen und verpackte Container liegen bereit, um verladen zu werden

Viel Hitze, viel Arbeit: Nach und nach wird alles verpackt und für den weiteren Transport vorbereitet

Bundeswehr/Sebastian Vogt

25 Grad Celsius zeigt das Thermometer bereits in den frühen Morgenstunden an. Wer mit den malischen Temperaturen vertraut ist, weiß: Das ist noch recht angenehm. Deshalb packen die Frauen und Männer vom Sanitätsregiment 1 aus Weißenfels kräftig an. Alles, was in den Morgenstunden erledigt werden kann, muss nicht in der brütenden Wüstenhitze jenseits der 40-Grad-Marke getan werden.

Die Arbeit des Abbauteams ist körperlich anstrengend und fordernd. Die vielen Zelte, aus denen die Role 2 besteht, müssen abgebaut und in Transportkisten verstaut werden. Segment für Segment wird die Sanitätseinrichtung schrittweise zurückgebaut. Wo früher mal der Eingang war und das Schild „Entry Role 2“ hing, ist heute nur noch der Boden des langen Flures übrig.


Zählen, prüfen, verpacken

Zwei Soldaten überprüfen, ob das Material, das verpackt werden soll, vollzählig und vollständig ist

Nichts übersehen? Vor dem Rückbau wird das Material auf Vollzähligkeit sowie Vollständigkeit geprüft

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Ein Rückbau dieser Größenordnung bedeutet aber nicht nur packen und verschicken. Bevor es an den Abbau der einzelnen Segmente und Abteilungen geht, muss sorgfältig geprüft werden: Ist wirklich alles vollzählig und vollständig vorhanden? Bis ins kleinste Detail überprüfen die Frauen und Männer vom Abbauteam das Material des Sanitätsdienstes. Das weitere Material, beispielsweise Zelte, wird von den Soldatinnen und Soldaten aus dem Materialwirtschaftszentrum Einsatz überprüft.

Anschließend wird durch die Materialschleuse Logistische Drehscheibe im Einsatz alles luftfrachtsicher verpackt. Die Arbeiten müssen aufeinander abgestimmt werden, damit am Ende alles reibungslos funktioniert und die Materialien rechtzeitig den Weg nach Deutschland finden. Gute Vorbereitung ist dabei alles: Die Materialverantwortlichen müssen sorgfältig planen, damit der Abbau nicht im Chaos endet.

Auf der Zielgeraden

Vom ehemaligen Bereich des Zahnarztes sind nur noch zwei zum Abtransport bereitstehende Container zu sehen

An den ehemaligen Bereich des Zahnarztes erinnern nur noch die beiden bereits zum Transport vorbereiteten Container

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Der ehemalige Bereich des Zahnarztes ist bereits nicht mehr zu erkennen. Wo früher ein Zelt stand, sind heute lediglich die beiden Container an Ort und Stelle. Fertig verpackt warten sie auf den Abtransport in Richtung Bamako. Von dort aus gehen die versiegelten Container zurück nach Deutschland, entweder auf dem Seeweg oder mit dem Frachtflugzeug. Jeden Tag folgt ein weiteres Puzzleteil, welches das Koulikoro Training Center verlässt.

Schädlinge dürfen nicht mitreisen

Eine Soldatin desinfiziert das Material, das für den Rücktransport nach Deutschland vorbereitet wird

Keine Chance den Schädlingen: Die Tierseuchenprophylaxe vor Abreise ist Pflicht

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Ganz so einfach ist das mit dem Verschicken nach Deutschland jedoch nicht. Bevor irgendetwas das Einsatzland verlassen darf, muss eine Tierseuchenprophylaxe durchgeführt und nachgewiesen werden. Der Gesundheitsaufseher und die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrtruppe sorgen dafür, dass durch den Transport keine Schädlinge, Keime oder Bakterien von Mali nach Deutschland gelangen. Alles, was das Einsatzland verlässt, muss sich dieser Prozedur unterziehen. Erst dann steht dem endgültigen Transport der Role 2 in die Heimat nichts mehr im Wege.


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Der lange Gang der Role 2 steht voller Kisten, in denen das Material für den Rücktransport verpackt wird

An allen Ecken und Enden wird das Material der Role 2 verpackt und für den Transport nach Deutschland vorbereitet

Bundeswehr/Sebastian Vogt
Das Sanitätsmaterial der Role 2 wird für den weiteren Transport verstaut und mit Transportfolie umwickelt

Fit für Luft und See: Ist das Material komplett, wird es durch die Materialschleuse Logistische Drehscheibe im Einsatz verpackt

Bundeswehr/Sebastian Vogt
Ein Sanitätscontainer, in dem die wenigen Materialien fest verzurrt sind

In den Sanitätscontainern wird das Material festgezurrt, damit während des Transports nicht verrutschen kann

Bundeswehr/Sebastian Vogt
Vier Soldaten schieben einen für den Transport vorbereiteten Container in Richtung eines Krans

Per Handarbeit zur Verladung: Der Container ist versiegelt und bereit zum Abtransport nach Bamako

Bundeswehr/Sebastian Vogt
Ein Sanitätscontainer hängt an einem Kran

In luftiger Höhe: Einer der ersten Sanitätscontainer hängt am Kran und wird anschließend auf einen Lastkraftwagen verladen

Bundeswehr/Sebastian Vogt
Auf der Ladefläche eines Lastkraftwagens ist ein Sanitätscontainer verladen

Auf nach Bamako: Der Container ist auf der Ladefläche des Lkws verladen

Bundeswehr/Sebastian Vogt

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von Sebastian Vogt

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