Ich bin iM EINsatz: Im Naval Operations Center bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon

Ich bin iM EINsatz: Im Naval Operations Center bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon

  • Ich bin im Einsatz
  • UNIFIL
Datum:
Ort:
Naqoura
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht vor dem Eingangsbereich des Naval Operations Center im Libanon, hinter ihm viele Flaggen

Kapitänleutnant Philipp S. ist stellvertretender Chef des Naval Operations Center im Hauptquartier bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon

Bundeswehr/Dennis Keßler

Mein Name ist Philipp S., ich bin 30 Jahre alt und der Deputy Chief des Naval Operations Center (NOC) im Forward Headquarter bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon. Meine Karriere in der Bundeswehr begann 2011 als Reserveoffiziersanwärter in der Marine. Nach meiner aktiven Dienstzeit beim 3. Minensuchgeschwader in Kiel wechselte ich in die Reserve. Seit 2014 bin ich Zugführer in der Heimatschutzkompanie Mittelfranken im Landesregiment Bayern. Neben meiner Tätigkeit als Reservist studiere ich Energiesysteme mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien. Der Einsatz bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon ist nach meinem Einsatz als Verbindungsoffizier in Afghanistan mein zweiter Auslandseinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat steht vor einem Mahnmal an der Grenze zwischen Libanon und Israel

Philipp S. mit dem blauen Barrett am Mahnmal für die Blue Line, die Grenze zwischen Libanon und Israel

Bundeswehr/Dennis Keßler

Als Deputy Chief NOC bin ich der Stellvertretende des Chief NOC. Als Teil des Joint Operation Center ist die NOC für alle maritimen Belange in der Area of Maritime Operation zuständig. In unserem internationalen Team aus fünf Nationen arbeiten wir rund um die Uhr. Wir nehmen die Aufgabe der Operationsdokumentation wahr und sind gleichzeitig eine riesige Infozelle, in der verschiedenste Daten ausgewertet und weitergegeben werden. In dieser Funktion ist die NOC das operative Bindeglied zwischen der deutsch geführten Maritime Task Force und den libanesischen Streitkräften.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Zwei Soldaten verschiedener Nationen sitzen an einem Arbeitsplatz mit drei Monitoren

Philipp S. während seines Dienstes in der NOC zusammen mit einem indonesischen Kameraden

Bundeswehr/Dennis Keßler

Wie schon während meines letzten Auslandseinsatzes als Verbindungsoffizier ist die Zusammenarbeit in einem internationalen Umfeld die besondere Herausforderung. So kann man hierbei viel über unterschiedliche Arbeitsabläufe und Herangehensweisen der Nationen lernen. In diesem Umfeld lernt man viele internationale Kameraden kennen und es entstehen Freundschaften, die man nicht für möglich gehalten hätte. Das gegenseitige Vorstellen der jeweiligen Heimatländer mit ihrer eigenen Kultur und ihren Speisen machen diesen Einsatz bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon zu einem ganz besonderen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Familie und Freundin, meine Kommilitonen aus Nürnberg sowie meine Kameraden der Heimatschutzkompanie in Mittelfranken. Sie alle haben mich bereits vor meinem Einsatz in der Quarantäne sowie auch während des Einsatzes mit Videoanrufen und Briefen unterstützt.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ein Soldat steht vor mehreren Flaggenmasten. Im Vordergrund steht ein Einsatzfahrzeug.

An der Maritime Task Force beteiligen sich mehrere Nationen. Vor dem Deutschen Haus hängen die verschiedenen Flaggen.

Bundeswehr/Dennis Keßler

Ich wünsche meinen Kameraden aus der JOCJoint Operation Center/NOC sowie dem deutschen Einsatzkontingent weiterhin eine abwechslungs- und erlebnisreiche Zeit. Für mich war es eine einmalige und schöne Zeit und es bedeutet mir viel Teil dieser internationalen Familie zu sein. Nach meiner Rückkehr freue ich mich auf das große Wiedersehen mit meiner Freundin, Familie und Freunden sowie auf eine zünftige fränkische Brotzeitplatte.

von Philipp S.

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