Ich bin iM EINsatz: Chef des Stabes bei UNIFIL

Ich bin iM EINsatz: Chef des Stabes bei UNIFIL

  • Ich bin im Einsatz
  • UNIFIL
Datum:
Ort:
Limassol
Lesedauer:
2 MIN

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Portraitfoto vom Chef des Stabes. Im Hintergrund sind die Krananlagen des Hafens in Limassol zu sehen

Fregattenkapitän Maik R. ist Chef des Stabes im deutschen Einsatzkontingent UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon

Bundeswehr/Franziska Scharf

Moin. Mein Name ist Maik R., ich bin 43 Jahre alt und der Chef des Stabes für das 42. und 43. Deutsche Einsatzkontingent bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon. Seit 25 Jahren bin ich Soldat, davon bin ich 13 Jahre zur See gefahren. Zuletzt war ich Kommandant auf dem Flottendienstboot „Alster“. Meine dienstliche Heimat ist die Einsatzflottille 1 in Kiel, wo ich aktuell für das Crew Ressource Management verantwortlich bin.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Vier Bundeswehrsoldaten unterhalten sich im Einsatz

Als Chef des Stabes bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon ist Maik R. im ständigen Austausch mit seinen Soldaten

Bundeswehr/Franziska Scharf

In meiner Funktion bin ich die rechte Hand des Kommandeurs bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon und sein ständiger Vertreter. Gemeinsam mit meinem Team organisieren wir nationale und internationale Besuche, planen die Ausbildungen mit der libanesischen Marine und unterstützen die Korvette während der Hafenliegezeit. Es wird nie langweilig und Flexibilität, sowie Mobilität gehören zur Job-Beschreibung. Genau das macht den besonderen Reiz aus. Dazu kommt, dass die Wertschätzung und Dankbarkeit der Libanesen für unser Engagement ehrlich und authentisch ist.


Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Zwei Soldaten begrüßen sich mit dem militärischen Gruß an Bord einer Korvette

Beim Kommandowechsel ist Fregattenkapitän Maik R. im Einsatz für die Begrüßung der geladenen Gäste zuständig

Bundeswehr/PAO UNIFIL

Einsatz bedeutet Multinationalität. Insgesamt sind bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon 44 Nationen vertreten. Es entstehen Freundschaften und nicht selten gehen daraus gemeinsame Urlaubspläne hervor. Die Abwesenheit von der Heimat und seinen Lieben oder der Umgang mit privaten Rückschlägen sind alters- und dienstgradunabhängig. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich unsere Kontingentangehörigen durch gelebte Kameradschaft gegenseitig durch schwere Zeiten kämpfen. Einsatz heißt auch gemeinsam Erfolge zu genießen. UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon ist eine Erfolgsstory, weil der „Einsatz auf dem Pulverfass“ auch durch unsere deutsche Präsenz zur Stabilität und Sicherheit in der Region beiträgt. Alle Soldaten und Soldatinnen tragen zu dem Erfolg bei.

Das vermisse ich hier am meisten.

An erster Stelle vermisse ich meine Frau Christin und meine Tochter Emma. Aber natürlich auch meine Eltern und alle Freunde, die die Heimat zur Heimat machen. Danke für Eure Unterstützung.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich wünsche unserem Kontingent weiterhin eine erfolgreiche und gesunde Zeit. Ich bin stolz, ein Teil von diesem positiv verrückten Team zu sein. Nach meiner Rückkehr freue ich mich nicht nur auf das Wiedersehen mit meiner Familie, sondern auch auf eine getoastete Scheibe Schwarzbrot mit Butter und Salz. Ach ja, und das Holstein Kiel zurück in die Erfolgsspur findet.

von Maik R.

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