Ich bin iM EINsatz: Der Wegbegleiter im Libanon

Ich bin iM EINsatz: Der Wegbegleiter im Libanon

  • Ich bin im Einsatz
  • UNIFIL
Datum:
Ort:
Libanon
Lesedauer:
2 MIN

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.


Ein Soldat steht an einem weißen Mercedes Benz Geländewagen

Außerhalb des Headquarters gehört Weste und Bewaffnung für Pascal B. zur Grundausstattung

Bundeswehr / PAO UNIFIL

Ich heiße Pascal B. und bin 35 Jahre alt. Meinen diesjährigen Geburtstag habe ich als Teil der Mission UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon, in Naqura im Hauptquartier der Vereinten Nationen gefeiert. Für mich ist es der zweite Einsatz bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon im Libanon. Soldat auf Zeit bin ich bereits seit 2005. Meine dienstliche Heimat in Deutschland ist das Marinefliegergeschwader in Wurster Nordseeküste bei Cuxhaven. Im dortigen Materialzug bin ich einer von circa 18 Militärkraftfahrern für Groß- und Kleintransporte der Fliegerstaffel. Bei einem Großtransport bringe ich zum Beispiel Rotorblätter innerhalb der Liegenschaft von A nach B. Ich unterstützte auch beim Be- und Entladen von Fliegern, wie beispielsweise die Antonov.



Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat steht an einem Fahrzeug und kontrolliert eine Flüssigkeit im Motorraum

Technischer Dienst vor, während und nach den Fahrten ist Pflicht

Bundeswehr / PAO UNIFIL

Bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon übernehme ich gemeinsam mit einem weiteren Kameraden reguläre Kraftfahrertätigkeiten, sprich Personal- und Materialtransport. Die deutschen Soldaten, die in Naqura eingesetzt sind, bringe ich sicher zu ihren Terminen. Mein Fahrzeug ist der Wolf SSASpace Situational Awareness (Sonderschutz-Ausstattung). Mit diesem gepanzerten Fahrzeug sind wir gegen Minen, Beschuss oder auch gegen improvisierte Sprengfallen geschützt. Ich freue mich stets darüber, wenn alles reibungslos klappt und die Aufträge zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt werden. Wichtig für mich ist, dass ich meine Kameraden sicher und wohlauf durch den Libanon fahre.



Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat hockt neben einem weißen UN-Fahrzeug und kontrolliert den Radkasten

Das unwegsame Gelände im Libanon macht den technischen Halt notwendig: Das KfzKraftfahrzeug wird auf Beschädigungen geprüft

Bundeswehr / PAO UNIFIL

Für mich ist es eine Ehre, aber auch selbstverständlich, an Einsätzen der Bundeswehr teilzunehmen. Ich fühle mich im Libanon und bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon sehr wohl. Hier im Hauptquartier habe ich stets Kontakt mit anderen Nationen. Das macht den multinationalen Einsatz für mich persönlich umso spannender. Dadurch lerne ich andere Kulturen besser kennen. Erfahre wie diese arbeiten und welchen Auftrag sie als Teil von UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon übernehmen. Allein schon das Material, die Fahrzeuge oder die Bewaffnung unterscheiden sich von Nation zu Nation.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ein Soldat sitzt hinter dem Steuer und hält mit beiden Händen das Lenkrad fest

Eine Fahrerlaubnis der Klasse G macht den Einsatz bei UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon für Pascal B. möglich

Bundeswehr / PAO UNIFIL

Nach einer gewissen Zeit im Einsatz lernt man Familie, die langjährige Freundin und Freunde noch viel mehr zu schätzen. Die wichtigsten Stützen in schwierigen Situationen sind Kameraden und vor allem die Familie. Am meisten vermisse ich die gemeinsame Zeit mit meiner Freundin, aber die elektronischen Kommunikationsmittel helfen die Verbindung nach Hause zu halten. So sind die vier Monate gut zu überbrücken.




Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Ich habe meine Bewerbung für die Unteroffizierlaufbahn eingereicht. Für mich ist es eine Ehre, Uniform zu tragen und in der militärischen Laufbahn noch einen Schritt weiter zu gehen. Wenn alles so klappt wie ich es mir vorstelle, werde ich künftig Transportunteroffizier. Ich grüße meine Kameraden aus dem Material-/ Personalzug und das gesamte Marinefliegergeschwader 3. Einen herzlichen Gruß auch an Tommi A.


von Pascal B.

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