Ich bin iM EINsatz: Der Optroniker in Afghanistan

Ich bin iM EINsatz: Der Optroniker in Afghanistan

  • Ich bin im Einsatz
  • RSM
Datum:
Ort:
Masar-i Scharif
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.


Maik B. steht mit verschränkten Armen in einem Container

Stabsunteroffizier Maik B. ist der Optroniker im Camp Marmal

Bundeswehr/Timo Rosenbohm

Ich bin Stabsunteroffizier Maik B., 25 Jahre alt und Instandsetzer im Logistikbataillon 461 aus Walldürn. Soldat bin ich seit Januar 2012, doch ist dies mein erster Auslandseinsatz. Hier gehöre ich zu einem Team aus 18 Soldatinnen und Soldaten, der Instandsetzungsstaffel. Unsere Fähigkeiten sind breit gefächert, sodass wir für fast jedes Problem die passende Lösung parat haben. In Sachen Optronik bin ich der richtige Ansprechpartner.



Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Maik B. im Gespräch mit einem anderen Soldaten

Im persönlichen Gespräch werden die Probleme mit der Optronik geklärt

Bundswehr/Timo Rosenbohm

Meine Aufgabe ist die Instandsetzung der Optiken, zum Beispiel Zielfernrohre, und Optroniken, zum Beispiel Restlichtverstärker. Dafür habe ich eine kleine Kabine, in der ich die meiste Zeit arbeite. Zudem arbeite ich alleine, was in dem kleinen Container anders auch nicht möglich wäre. Wenn ich jedoch selbst Rat benötige, habe ich gute Leute in Deutschland. Bei meiner Tätigkeit ist äußerste Sauberkeit eine zwingende Voraussetzung für das Gelingen. Schon kleinste Verunreinigungen oder Staubpartikel auf gewissen Bauteilen können die Bildqualität beeinträchtigen. Zu meinen Aufgaben gehört aber auch das „in Schuss halten“ meiner Werkstattausstattung und die Verwaltung des Optronik-Geräte Pools.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Maik B. justiert ein Nachtsichtgerät

Damit andere den Durchblick behalten, ist Maik B. stetig im Einsatz

Bundeswehr/Timo Rosenbohm

Ich sehe es als meine Aufgabe an, dass sich die Jungs und Mädels auf ihren Auftrag konzentrieren können. Dafür brauchen sie Geräte, auf die sie sich verlassen können. Ich habe mir hier im Einsatz alles Wissen angeeignet, was ich brauche, um diesen Einsatz erfolgreich zu bestehen. Es ist ab und zu doch etwas einsam alleine zu arbeiten. Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf. Da freue ich mich auf etwas Abwechslung, wenn ich mit den Jungs abends eine Runde Dart oder Billard spiele. Zudem pflege ich einen engen Kontakt nach Hause. Das gibt mir Kraft für den nächsten Tag.


Das vermisse ich hier am meisten.

Ein Soldat prüft die Spannung an einem Nachtsichtgerät

Nicht nur die Optik, sondern auch die Elektronik muss gewartet werden

Buneswehr/Timo Rosenbohm

Hier im Einsatz vermisse ich am meisten meine Freundin und meine Familie. Aber auch meinen Freundeskreis, sowie meine Kameradinnen und Kameraden in der Stammeinheit. Es sind jedoch auch die einfachen Dinge wie Essen gehen, ins Kino gehen, ein Tag in der Therme, oder einfach mal Netflix schauen auf der Couch.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für die restliche Zeit im Einsatz wünsche ich mir ein gutes Klima innerhalb meiner Einheit und natürlich vor allem die gesunde Rückkehr nach Hause. Ich freue mich darauf, meine Familie wieder zu sehen, gemütlich im Garten zu grillen oder einfach zusammen bei einer Tasse Kaffee zu reden. Ebenso freue ich mich auf den geplanten Urlaub mit meiner Freundin. Einfach mal nichts tun. Keine Termine wahrnehmen, das Handy ausschalten und aufstehen, wann ich möchte. Auf die nächste Motorradsaison freue ich mich, diese habe ich ja leider verpasst.

von Maik B.

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