Ich bin iM EINsatz: Die Beraterin in Personalangelegenheiten

Ich bin iM EINsatz: Die Beraterin in Personalangelegenheiten

  • Ich bin im Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Al-Asrak
Lesedauer:
3 MIN

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Eine Soldatin steht vor einem Bürocontainer

Oberfeldwebel Tamara V. ist Personalfeldwebel der Technischen Staffel in Jordanien

Bundeswehr / Sommer

Ich bin Oberfeldwebel Tamara V., 27 Jahre alt, und komme aus dem Luftwaffenausbildungsbataillon in Germersheim. Ich bin 2014 in die Bundeswehr eingetreten und seit 2016 ausgebildeter Personalfeldwebel. In dieser Funktion kümmere ich mich hauptsächlich um die Personalangelegenheiten meiner Soldaten. Wenn beispielsweise Soldaten innerhalb der Bundeswehr aufsteigen wollen, informiere ich sie zu den unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten. Daneben sorge ich dafür, dass die persönlichen Daten der Soldaten in unserem System immer aktuell sind. Im Laufe eines Lebens kann sich schließlich viel ändern: Umzug, Kontowechsel, Eheschließung oder die Geburt eines Kindes, da kommt einiges zusammen. Es ist wichtig, dass diese persönlichen Informationen immer auf dem aktuellen Stand sind. Dies ist mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Eine Soldatin übergibt eine Mappe an einen Soldaten

Auch der Chef braucht mal Unterstützung. 40 Beurteilungsbeiträge pro Monat schreiben sich nicht von alleine

Bundeswehr / Sommer

Im Einsatz bin ich für die Personalangelegenheiten für über 80 Soldaten der Technischen Staffel verantwortlich. Sie ist eine von drei Staffeln, die wir in Jordanien haben. Im Grunde genommen habe ich hier im Einsatz fast die gleichen Aufgaben wie zu Hause in Germersheim. Allerdings liegt der Fokus oft auch auf anderen Dingen. So unterstütze ich den Staffelchef bei der Bearbeitung von Beurteilungsbeiträgen. Durchschnittlich sind unsere Techniker zwei Monate im Einsatz. So kommen im Monat knapp 40 Beurteilungsbeiträge zusammen. Da kann man auch als Chef schon ein wenig Unterstützung gebrauchen. Weiter bin ich dafür verantwortlich, dass die Besetzung unserer Dienstposten dauerhaft sichergestellt ist. Kommt es beispielsweise zu einem kurzfristigen Ausfall eines Nachfolgers, informiere ich meinen Vorgesetzten frühzeitig, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. Denn nur wenn unsere Techniker das Kampfflugzeug Tornado regelmäßig warten und instandsetzen, können wir unseren Auftrag hier in Jordanien erfüllen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Vier Soldaten stehen vor einem Tisch mit Preisen für eine Tombola

Das Team der Technischen Staffel bei der Spendenaktion für das Soldatenhilfswerk

Bundeswehr / Sommer

Das Besondere an meinem Auslandseinsatz ist für mich die Vielfältigkeit meines Aufgabenbereiches. Neben meiner Tätigkeit als Personalfeldwebel bin ich auch Kategoriepersonalgruppenführer. Was für ein Wort. Im Endeffekt bin ich verantwortlich für eine Gruppe von Soldaten, die im Alarmfall zum Einsatz kommt und die Wachsoldaten unterstützt. Damit bei einer Alarmierung jeder Griff sitzt und alles perfekt läuft, müssen wir die dafür notwendigen Ausbildungen immer wieder auffrischen. Das bedeutet, dass ich neben meiner eigentlichen Tätigkeit regelmäßig an militärischen Weiterbildungen teilnehme. Neben Erster Hilfe gehört selbstverständlich auch die Waffen-, Wach- und Schießausbildung dazu. Darüber hinaus konnte ich mich auch bei unserer Weihnachtsspendenaktion einbringen und damit das Soldatenhilfswerk unterstützen. Dazu habe ich mögliche Unterstützer identifiziert und die Kontaktaufnahme für meinen Chef vorbereitet. Die Resonanz auf unsere Spendenaktion hat mich wirklich positiv überrascht. So konnten wir neben vielen weiteren Unterstützern beispielsweise Otto Waalkes, Eintracht Frankfurt oder die Adler Mannheim für unsere Aktion gewinnen.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich natürlich meine Familie, meinen Partner und meine Freunde. Ihr fehlt mir wirklich sehr. Ich denke oft an unsere gemeinsamen Abende. Darüber hinaus vermisse ich die Spaziergänge am Sonntag mit unseren Huskys Atiba und Maya im Wald.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich freue mich auf den Moment, wenn ich in Deutschland aus dem Flieger steige und mein gewohntes Leben wiederhabe. 

von Tamara  V.