Leiter des Logistik Teams

Ich bin iM EINsatz: Als Logistikoffizier bei Capacity Building Iraq

Ich bin iM EINsatz: Als Logistikoffizier bei Capacity Building Iraq

  • Ich bin im Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Erbil
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht auf einem Rollfeld und weist ein heranfahrendes A400M Frachtflugzeug ein

Als Leiter der Einsatzzentrale Logistik sorgt Patrick K. für eine optimale Versorgung. Regelmäßig kommen Güter mit dem A400M.

Bundeswehr/PAO Capacity Building Iraq

Ich bin Hauptmann Patrick K., 31 Jahre alt und komme aus Berlin. Nach Abschluss meines Studiums der Fahrzeugtechnik habe ich mich 2016 entschieden, zur Bundeswehr zu gehen. Nach meiner Grundausbildung und den ersten militärischen Schritten im Versorgungsbataillon 142 in Torgelow diene ich jetzt als technischer Offizier im Logistikbataillon 172 in Beelitz. Im 12. deutschen Kontingent bei Capacity Building Iraq bin ich zum ersten Mal im Einsatz und dabei im multinationalen Camp in Erbil als Leiter der Einsatzzentrale Logistik eingesetzt.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Drei Soldaten haben sich mit Unterlagen um einen runden Tisch versammelt

Jeden Morgen plant Hauptmann Patrick K. mit seinem Team den Tagesablauf

Bundeswehr/PAO Capacity Building Iraq

Als Leiter der Einsatzzentrale Logistik bin ich für die optimale Versorgung mit allen im Einsatz benötigten Gütern und Materialien, wie beispielsweise Büromaterialien, Feldpost, Munition oder den geforderten Fahrzeugen zur Auftragserfüllung zuständig. Gemeinsam mit meinem Team sind wir aber nicht nur für die deutschen Soldatinnen und Soldaten in Erbil zuständig. An einem für die Region wichtigen Umschlagpunkt organisieren wir auch die Versorgung der deutschen Kräfte der NATO Mission Iraq (NMI NATO Mission Iraq) in Bagdad. Regelmäßig kommt unter anderem ein A400M und bringt uns die benötigten Güter. In den Maschinen sitzt auch Personal, das gerade in den Einsatz verlegt wird sowie jenes, das nach Hause fliegt. Die Vorbereitung, Abfertigung und Nachbereitung dieser Flüge sind für mich der Schwerpunkt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Darüber hinaus bin ich auch für die Anforderungen der Inlandsflüge mit unseren multinationalen Partnern zuständig. Die Bestellung von Trinkwasser für das multinationale Camp erfolgt ebenfalls über meine Abteilung.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass unsere Aufgabe in der Koordination der Transporte von Material und Personal zwischen Deutschland und dem Irak sowie innerhalb des Einsatzlandes liegt. 
Viel Freude bringt mir die Kooperation mit unseren multinationalen Partnern aus den USA, den Niederlanden und Belgien. Die Zusammenarbeit mit dem deutschen Generalkonsulat in Erbil ist ebenfalls sehr gut. Das abteilungsübergreifende Zusammenspiel im Camp ist der Garant für eine effektive Auftragserfüllung.
Ich lerne bei meinem ersten Einsatz viel Neues und bekomme einen weiten Blick über den Tellerrand hinaus. Die hier gelebte Kameradschaft und das Zusammenwirken aller Bereiche macht es einfacher, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Drei Soldaten stehen zusammen vor einem Gabelstapler und einem Flugzeug. Neben dem Gabelstapler steht ein weiterer Soldat.

Die Abstimmung mit multinationalen Partnern ist Hauptmann Patrick K. wichtig

Bundeswehr/PAO Capacity Building Iraq

Mich motiviert es sehr, die Ergebnisse meiner Arbeit unmittelbar sehen zu können. Meine Tätigkeiten sind abwechslungsreich und ich kann relativ flexibel entscheiden, welche meiner Aufträge ich vorrangig bearbeite. Im Gegensatz zu meinen Aufgaben in Deutschland kann ich hier sehr viel mit Soldatinnen und Soldaten anderer Nationen zusammenarbeiten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind sicherlich hilfreich für meinen weiteren beruflichen Werdegang. Die Rahmenbedingungen wie Hitze, Staub und Trockenheit sind zudem eine herausfordernde Erfahrung.

Das vermisse ich hier am meisten

Am meisten vermisse ich natürlich meine Freundin. Ich freue mich schon darauf, meine Familie und viele gute Freunde zu Hause wiedersehen zu können.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Im Einsatz ist die Auftragserfüllung mein oberstes Ziel. Dafür pflege und erweitere ich die multinationalen sowie die deutschen Netzwerke im eigenen Arbeitsbereich. Diese sind sicherlich auch für meine Arbeit in der Heimat von großer Bedeutung. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland ist erst einmal ein ausgiebiger Urlaub mit meiner Freundin am Mittelmeer geplant.

von Patrick K.

Mehr zum Thema