Ich bin iM EINsatz: Experte auf dem Fachgebiet Munition

Ich bin iM EINsatz: Experte auf dem Fachgebiet Munition

  • Ich bin im Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Al-Asrak
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat kniet vor Kisten mit Munition und macht Notizen

Alles sicher? Hauptfeldwebel Andreas A. bei der Kontrolle von Munition

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Ich bin Hauptfeldwebel Andreas A., 44 Jahre alt und derzeit als Munitionssystemtechniker in Jordanien im Einsatz. Dabei kennen uns viele immer noch unter der alten Bezeichnung Feuerwerker.
Seit 22 Jahren bin ich bereits Soldat bei der Bundeswehr. Meine Stammeinheit ist das Taktische Luftwaffengeschwader 74 und meinen täglichen Dienst verrichte ich dort in der Flugplatzstaffel in Lechfeld. Ich leiste bereits zum sechsten Mal Dienst in einem Auslandseinsatz. In meinem letzten Einsatz befand ich mich in Niamey, der Hauptstadt des Staates Niger.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Computer

Auch die Arbeit am Computer gehört zu den Routinearbeiten von Hauptfeldwebel Andreas A.

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Im Einsatz bin ich verantwortlich für die gesamte Munitionsversorgung der deutschen Kräfte in Jordanien. Dies beinhaltet die Munition für Handwaffen sowie die Munition für die Selbstschutzanlage des Airbus A400M. Gemeinsam mit den Technikern sorge ich jeden Morgen für die Betriebsbereitschaft der Selbstschutzanlage des A400M.

Außerdem kümmere ich mich regelmäßig um die Munition für das Schießtraining der Force Protection. Darüber hinaus berate ich den Kontingentführer in allen Fragen der munitionstechnischen Sicherheit. Regelmäßig tausche ich mich fachlich mit meinen multinationalen Kameradinnen und Kameraden aus. Die Tage sind gut ausgefüllt, was mir große Freude und Zufriedenheit bringt.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Durch die Vielfalt der Aufgaben als Munitionssystemtechniker kann ich weltweit flexibel für Einsätze der Bundeswehr eingesetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um die Handhabung von Munition der Luftwaffe, des Heeres oder der Marine handelt. Die Ausbildung wird grundsätzlich einheitlich durchgeführt. Auf diese Weise kann jede und jeder Ausgebildete mit fast allen Munitionsarten der unterschiedlichen Teilstreitkräfte der Bundeswehr umgehen. Auch für die regelmäßige Inübunghaltung der Soldatinnen und Soldaten an den Waffen stelle ich die Munition für die Schießtrainings zur Verfügung.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ein Soldat steht im Licht eines Sonnenuntergangs

Andreas A. hat die Hälfte seines Einsatzes bereits hinter sich und freut sich auf die Familie daheim

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Im Einsatz angekommen, fehlen mir seit dem ersten Tag meine Frau und unsere Kinder. Zudem fehlen mir die Treffen mit unseren Freunden und eine „zünftige Halbe“ am Abend im Kreise meiner Lieben. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene 14-tägige Isolierung vor dem Abflug in den Einsatz verlängert sich leider die Trennungszeit von meiner Familie und von den Freunden daheim.
Außerdem fehlen mir die Berge sowie die schöne Aussicht auf meine bayrische Heimat.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ich habe bereits mein „Bergfest“ hinter mir und freue mich auf den Winter in Bayern mit Schnee und tollen Ausflügen – insbesondere nach meinem Aufenthalt hier in der Wüste. Bald wird es an der Zeit sein, die Übergabe an meinen Nachfolger vorzubereiten. Ich wünsche ihm schon jetzt für die kommenden Aufgaben viel Erfolg und Soldatenglück. Ich grüße meine Stammeinheit, die Flugplatzstaffel in Lechfeld, und freue mich auf die Rückkehr in die Heimat.

von Andreas A.

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