Ich bin iM EINsatz: Herr des Materials in Jordanien

Ich bin iM EINsatz: Herr des Materials in Jordanien

  • Ich bin im Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Al-Asrak
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Zwei Soldaten mit Mund-Nasen-Schutz stehen in einem Lagerraum und halten gemeinsam eine Schutzweste in den Händen

Alles vollzählig und vollständig? Als Materialbewirtschaftungsfeldwebel muss Tom K. besondere Sorgfalt walten lassen

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Ich bin Oberfeldwebel Tom K., 24 Jahre alt und mein Zuhause ist in der Nähe von Greifswald an der wunderschönen Mecklenburgischen Seenplatte. Bei der Flugabwehrraketengruppe 24 in Bad Sülze bin ich als Materialbewirtschaftungsfeldwebel eingesetzt.
Seit 2017 bin ich bei der Bundeswehr und habe dort meine Karriere bei der Marine begonnen. Ich war als Obermaat an der Marineunteroffizierschule in Plön tätig. Um mich weiter zu verpflichten, musste ich von der Marine zur Luftwaffe wechseln. Als sich die Möglichkeit ergab, in den Einsatz zu gehen, meldete ich mich sofort freiwillig. Ich erhoffe mir, dass ich hier viele wertvolle Erkenntnisse erlange und mit meinem kleinen Nachschub-Team in Al-Asrak wichtige Erfahrungen als Teileinheitsführer sammeln kann. Ich möchte die hier gewonnenen Kenntnisse mit in meine Stammeinheit nehmen, im täglichen Dienst anwenden und mich stets verbessern.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat sitzt am Schreitisch und arbeitet am Computer

Das Arbeiten am Computer ist unerlässlich, aber für den Materialempfang verlässt Tom K. auch mal das Camp

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Die Aufgaben im Nachschub sind sehr vielseitig. Wir sorgen auf buchungstechnischer Ebene dafür, dass mit dem Airbus A400M eingeflogenes Material am Ende beim richtigen Nutzer ankommt. Dazu arbeiten wir eng mit unseren Kameradinnen und Kameraden im Hauptlager zusammen. Nach dem Entladen der Maschine wird das Material zunächst im Hauptlager zwischengelagert und erfasst. Dort holen wir es ab und überprüfen, ob alle gelieferten Güter vollzählig und vollständig sind. Manchmal wird Material hier in Al-Asrak auch nur für den Weitertransport zwischengelagert.
Das Material für unser Camp Sonic überführen wir selbst und geben es so schnell wie möglich an die Nutzerinnen und Nutzer aus. Darüber hinaus fällt die Waffenkammer in Al-Asrak in unseren Aufgabenbereich. Auch um den Nachschub für unsere Kontingentangehörigen in Katar und im Irak kümmern wir uns.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Mann in Sportkleidung boxt gegen einen Sandsack

Wenn noch etwas Zeit übrig bleibt, treibt Oberfeldwebel Tom K. gern Sport

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Im Nachschub gibt es immer wieder neue oder wechselnde Aufgaben. So unterstützen wir unter anderem unsere Sanitätskräfte bei der Annahme von Lieferungen aus Deutschland. Für den Materialempfang verlassen wir ab und zu das Camp und bekommen auf diese Weise etwas Abwechslung in unseren Tagesablauf. Mein Ziel war und ist es, hier viele neue Erfahrungen zu sammeln. Das hat bisher super geklappt und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Damit wir als Kontingent unseren Auftrag erfüllen können, ist der funktionierende Nachschub an Material unerlässlich. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass das alles in allem sehr gut funktioniert.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ein Soldat hält die in den Händen, hinter ihm ein Schild des Deutschen Einsatzkontingents

Diese Flagge wehte bisher in Jordanien und wird Tom K. in Zukunft an seinen ersten Einsatz erinnern

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Natürlich vermisse ich nach über drei Monaten im Einsatz einiges, was mir sehr wichtig ist. Dazu zählt ganz besonders meine Familie. Ich freue mich schon sehr darauf, sie wiederzusehen. Zudem freue ich mich darauf, meine Freunde bald wieder treffen zu können. Mir fehlt aber auch meine Heimat im schönen Mecklenburg-Vorpommern mit ihren vielen Flüssen und Seen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Mein Einsatz neigt sich dem Ende zu und mein Ziel ist es, dass der Nachschub weiterhin funktioniert und ich die Aufgabe bald an meinen Nachfolger übergeben kann. Ich freue mich darauf, nach meiner Rückkehr gemeinsam mit meiner Familie viel Zeit zu verbringen. Sobald ich wieder in meiner Stammeinheit bin, möchte ich hier Erlerntes in meinem täglichen Dienst umsetzen. Ich grüße meine Familie, meine Freunde und die 3. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 24.

von Tom K.

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